Zeitenwandel |
09.11.2020 23:29:00
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Tesla bei E-Autos noch immer ganz vorn - doch hält der Trend?
• Traditionelle Autohersteller setzen stärker auf E-Mobilität
• Tesla dürfte Marktanteile verlieren
Seit Jahren dominiert Tesla den Markt für Elektroautos. Der von Elon Musk geführte Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, den Übergang zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen und setzt deshalb bei seinen Fahrzeugen völlig auf Elektroantrieb. Dagegen haben die etablierten Hersteller diese Nische lange vernachlässigt und Fahrzeuge mit alternativen Antrieben eher nur deshalb entwickelt, um regulatorische Vorgaben zu erfüllen. Ihre Stückzahlen waren entsprechend gering.
Das Resultat dieses mangelnden Engagements ist, dass sich Tesla laut "EV Sales Blogspot" inzwischen den bedeutenden Anteil von 18 Prozent am weltweiten Absatz von E-Autos sichern konnte. Zum Vergleich: Auf Platz 2 folgen Volkswagen (ohne Tochtergesellschaften), BMW und der chinesische Hersteller BYD mit jeweils nur 6 Prozent.
Die großen Automobilhersteller konnten bisher gut damit leben, denn schließlich machen E-Autos gerade mal drei Prozent der weltweiten Autoabsätze aus. Doch nun verschiebt sich der Fokus: Das Umweltbewusstsein der Käufer nimmt zu und auch die staatlichen Auflagen werden strenger.
Etablierte Hersteller drängen in den Markt
Diesen veränderten Bedingungen passen sich die traditionellen Hersteller nun an und gehen in die Offensive. Allein in den nächsten zwölf Monaten sollten laut "Electrek" mehr als ein Dutzend neuer E-Auto-Programme gestartet werden. Weitere würden in den kommenden Jahren folgen.
Zwar strengt sich Tesla an, seinen Vorsprung zu halten, indem die Angebotspalette erweitert, weitere Fabriken errichtet und neue Märkte erschlossen werden. Trotzdem dürfte sich das Kräftegleichgewicht verschieben, denn die großen Autoproduzenten unternehmen nun enorme Anstrengungen, um zu Tesla aufzuschließen. Dabei dürfte ihnen zugutekommen, dass ihre Marken seit vielen Jahren etabliert und den Käufern bekannt sind.
Wachsender E-Auto-Markt
Fred Lambert, der Chefredakteur von "Electrek", ist überzeugt, dass die sich abzeichnende Entwicklung dennoch nicht schlecht für Tesla sei. Schließlich würde Tesla letztlich ein kleineres Stück von einem viel größeren Kuchen abbekommen.
So geht Lambert davon aus, dass schon in 2021 rund sieben bis zehn Prozent aller weltweit verkauften Autos von einem Elektromotor angetrieben werden. Zwar würde Tesla seinen Absatz im kommenden Jahr voraussichtlich um rund 50 Prozent steigern, doch Branchengrößen wie VW, Ford, Nissan und andere würden mit ihren E-Autos sogar noch deutlicher zulegen. Deshalb rechnet er damit, dass sich der Marktanteil von Tesla auf etwa zwölf Prozent reduzieren dürfte, womit das Unternehmen aus Kalifornien weiterhin Marktführer bleiben würde.
Redaktion finanzen.at
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