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Handelskrieg entfacht 27.03.2025 10:03:00

Handelskonflikt eskaliert: Trump verschärft Zollpolitik gegen EU und Kanada - Widerstand angekündigt

Handelskonflikt eskaliert: Trump verschärft Zollpolitik gegen EU und Kanada - Widerstand angekündigt

Wenn die Europäische Union mit Kanada zusammenarbeite, um den USA wirtschaftlichen Schaden zuzufügen, würden beide mit weitaus größer angelegten Zöllen belegt als derzeit vorgesehen, schrieb Trump auf der Online-Plattform Truth Social. Ziel der Zölle auf Einfuhren in die USA ist es demnach, den "besten Freund zu schützen", den beide je gehabt hätten.

Am Mittwoch hatte der US-Präsident Zölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Autoimporte angekündigt. Für Wagen, die in den Vereinigten Staaten gebaut werden, sollen seinen Worten zufolge keine zusätzlichen Abgaben fällig werden. Besonders die deutsche Autoindustrie dürfte unter den neuen Strafzöllen leiden, die laut dem Weißen Haus am 3. April in Kraft treten sollen. Importeure aus Kanada und Mexiko können nachweisen, dass ihre Produkte US-Anteile enthalten, sodass der Zoll nur auf den nicht-US-Anteil angewendet wird.

Kanadas Premier Mark Carney bezeichnete die Auto-Zölle am Mittwochabend (Ortszeit) als "direkten Angriff" und sagte: "Wir werden unsere Arbeiter verteidigen, wir werden unsere Unternehmen verteidigen, wir werden unser Land verteidigen und wir werden es gemeinsam verteidigen." Die Kanadier seien in den vergangenen Monaten über den "Schock des Verrats" hinweggekommen und zögen ihre Lehren. Carney kündigte für heute eine Sitzung auf Kabinettsebene an, um die kanadischen Optionen im Bereich des Handels zu erörtern.

Auch die Kommissionspräsidentin der EU, Ursula von der Leyen, hatte nach der Verkündung der neuen Auto-Zölle betont, dass man europäische Unternehmen schützen werde.

Habeck fordert entschlossene Antwort auf US-Autozölle

Die EU muss nach Einschätzung des geschäftsführenden Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck (Grüne) konsequent auf die ankündigten US-Zölle reagieren, aber eine Zollspirale abwenden.

"Es kommt jetzt darauf an, dass die EU eine entschlossene Antwort auf die Zölle gibt - es muss klar sein, dass wir gegenüber den USA nicht klein beigeben werden. Stärke und Selbstbewusstsein sind gefragt", schrieb Habeck. "Und gleichzeitig werden wir die Europäische Kommission dabei unterstützen durch Verhandlungen weiter eine Lösung mit den USA zu finden, die eine Zollspirale abwendet." Zölle schadeten am Ende den USA und der EU und dem globalen Handel insgesamt.

Die Ankündigung der US-Importzölle auf Autos und Autoteile von 25 Prozent sei "eine schlechte Nachricht für die deutschen Autobauer, für die deutsche Wirtschaft, für die EU, aber auch für die USA", warnte Habeck. "Sie greifen in die globalen Lieferketten ein und werden auch US-Autos teurer machen." Die Preise in den USA würden weiter steigen. WASHINGTON (dpa-AFX)

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Bildquelle: Joseph Sohm / Shutterstock.com,Kevin Dietsch-Pool/Getty Images,Jae C. Hong/AP,Andrew Harrer/Pool/Getty Images

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