15.01.2014 18:02:36
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Engel oder Bengel: ADAC sucht das Lieblingsauto der Deutschen
Mögliche Manipulationen und ADAC - das will in der öffentlichen Wahrnehmung nicht so recht zusammenpassen. Der Club testet Straßentunnel, Autos, Winterreifen und vieles mehr. Für viele Eltern ist das schwarz-gelbe Prüfsiegel auf Kindersitzen eines der wichtigsten Kriterien für die Kaufentscheidung. Eine Marke, die Vertrauen erweckt, wie der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen bestätigt. "Die hat eine ganz hohe soziale Glaubwürdigkeit, die kommt dadurch zustande, dass nachts um vier ein ADAC-Mitarbeiter Ihnen hilft, wenn Sie ein Problem haben", sagt der Professor für Automobilwirtschaft. "So einer kann nichts Böses tun, so einer schummelt auch nicht."
Die "Süddeutsche Zeitung" zitierte am Dienstag aus einem wenige Wochen alten ADAC-Papier, nach dem das aktuelle Siegerauto, der VW Golf, 34 299 Stimmen auf sich vereinen konnte. Nach "SZ"-Recherchen soll das neue Lieblingsauto aber nur 3409 Stimmen bekommen haben. ADAC-Sprecher Christian Garrels weist diese Vorwürfe zurück: "Es handelt sich bei allen Preisen um saubere statistische Auswertungen - bei der Wahl zum "Lieblingsauto" um das entsprechend repräsentative Votum der Stimmen unserer Mitglieder." Nur der Persönlichkeits-Preis werde traditionell vom Präsidium vergeben.
Bei der Wahl zum Lieblingsauto konnten sich Mitglieder online oder per Coupon für eines von 249 Fahrzeugen entscheiden. Acht weitere Preise werden etwa in den Kategorien Innovation und Umwelt oder Familienauto verliehen. Hier zählten ausschließlich Statistiken, Tests, Zufriedenheitsstudien und andere Erhebungen, erklärt Garrels. Der "Gelbe Engel" sei auch weiter einer der wichtigsten Maßstäbe für die Automobil- und Zulieferindustrie.
Für die Autokonzerne ist die Feier in der Münchner Residenz eine gute Gelegenheit, sich in festlichem Rahmen zu präsentieren. "Der Gelbe Engel zählt zu den wichtigen Preise in der Automobilindustrie", heißt es etwa bei Daimler
Dudenhöffer findet diese Nähe zu den Großen der Autobranche bedenklich. Der ADAC organisiere die Abschleppdienste für Autobauer und teste gleichzeitig deren Fahrzeuge, bemängelt er. Bei wichtigen politischen Themen verweise der Club auf seine hohe Mitgliederzahl von 19 Millionen. Dudenhöffer spricht von "geborgter Macht". "Diese 19 Millionen sind nur dabei, weil sie einen Beitrag bezahlen, um den Abschleppdienst zu haben." Er wünscht sich eine klare Trennung: Hier die Hilfesuchenden, dort Wirtschaftsinteressen. Zu dem Manipulationsvorwurf kann er nichts sagen. Eines sei aber klar: "Es wäre ein leichtes für den ADAC, alles zu entkrampfen, wenn er alles offenlegen würde."/cor/DP/edh
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