Geschäfte laufen schwach |
29.06.2016 17:15:41
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Monsanto pokert weiter mit Bayer und erleidet Gewinneinbruch
Der Manager zeigte sich von einer integrierten Lösung in der Branche vom Saatgut bis zum Spritzmittel überzeugt. Vor diesem Hintergrund gab er sich offen für entsprechende strategische Optionen. Dabei stehe die Optimierung des Werts für die Aktionäre im Mittelpunkt, betonte Grant. Monsanto verfüge über eine Schlüsselposition im Saatgutgeschäft und bei digitalen Services.
Bayer hatte vor gut fünf Wochen überraschend ein Übernahmeangebot für den Saatgutspezialisten aus den USA angekündigt. Die Leverkusener bieten 62 Milliarden US-Dollar (gut 55 Milliarden Euro) in bar. Nachdem das Monsanto-Management die Offerte zuletzt als zu niedrig zurückgewiesen hatte, wird seit längerem über einen Preisaufschlag spekuliert. Monsanto-Aktien legten am Mittwoch um mehr als zwei Prozent zu, blieben damit aber weiter deutlich unter dem von Bayer gebotenen Preis.
MONSANTOS GESCHÄFTE LAUFEN MAU
Die Geschäfte bei Monsanto laufen indes weiterhin nicht rund: Monsanto leidet unter einem Preisverfall in der Landwirtschaft. Auch Währungsabwertungen und die Turbulenzen in den Schwellenländern sorgten nach wie vor für reichlich Gegenwind. Im dritten Quartal sackte der Gewinn verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um mehr als ein Drittel auf 717 Millionen Dollar ab. Der Umsatz ging um mehr als acht Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar zurück.
Die schon gekappte Prognose schränkte Konzernchef Grant erneut etwas ein. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende August stellte er nun einen bereinigten Gewinn je Aktie am unteren Ende der zuletzt auf 4,40 bis 5,10 Dollar gesenkten Spanne in Aussicht. Mit seinen Kennzahlen blieb der Konzern hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Aus Sicht von Grant befindet sich die Branche am Tiefpunkt. Er sieht aber frühe Anzeichen einer Erholung. Mit einem Sparprogramm und Stellenstreichungen steuert er gegen.
ÜBERNAHME-WAGNIS FÜR BAYER
Für Bayer gilt die Übernahme des Konzerns nicht nur aus finanziellen Gründen als ein Wagnis. Auch wegen des schlechten Rufes von Monsanto sind die Übernahmepläne in die Kritik geraten. Dem US-Hersteller von genmanipuliertem Saatgut wird unter anderem ruppiges Verhalten im Umgang mit seinen Kunden vorgeworfen. Außerdem vertreibt Monsanto den Unkrautvernichter Glyphosat. Dieser steht im Verdacht, krebserregend zu sein.
Monsanto vermarktet Glyphosat unter dem Namen Roundup. Am Mittwoch verlängerte die EU-Kommission die Europa-Zulassung des Unkrautvernichters um bis zu 18 Monate.
In der Branche ist auch sonst viel in Bewegung: So will etwa der chinesische Chemiekonzern ChemChina den Schweizer Agrarchemie-Anbieter Syngenta für 43 Milliarden Dollar schlucken. Auch die US-Konkurrenten Dow Chemical und DuPont wollen zusammengehen. Sie würden damit erst einmal den Branchenprimus BASF vom Thron stoßen. Allerdings wollen sich die beiden US-Konzerne nach der geplanten Fusion in drei börsennotierte Unternehmen aufspalten.
/jha/fbr/stbST. LOUIS (dpa-AFX)
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