01.12.2013 16:02:33
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Söder fordert Ende der Niedrigzinspolitik
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Leitzins Anfang November in einem historischen Schritt von 0,5 Prozent auf 0,25 Prozent gesenkt. Das bereits extrem billige Geld im Euroraum wird damit noch billiger. Notenbankpräsident Mario Draghi hatte dies mit der Aussicht auf eine "längere Phase niedriger Inflationsraten" begründet. Vor allem aus Deutschland hatte es scharfe Kritik an dem Schritt gegeben, weil dies zu Nachteilen für Sparer führe.
Söder schrieb im "Focus", der Preis für die Niedrigzinspolitik sei zu hoch: "Die schleichende Enteignung der Sparer darf nicht länger hingenommen werden." Das billige Geld der EZB berge weitere Risiken. "Weil sichere Geldanlagen keine Gewinne mehr abwerfen, wird das Kapital in risikoreiche Investments umgelenkt." Das führe zu einer Blasenbildung an Immobilien-, Aktien- und Rohstoffmärkten und könne Europa erneut in Turbulenzen stürzen. Darüber hinaus sinke der Reformdruck auf die Schuldenstaaten.
Auch Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller warnte davor, dass die stark steigenden Preise an Aktien- und Immobilienmärkten zu gefährlichen Finanzblasen führen könnten. "Ich rufe noch nicht Alarm. Aber in vielen Ländern liegen die Kurse an der Aktienbörse auf einem hohen Niveau, und auch an manchen Immobilienmärkten sind die Preise stark angestiegen", sagt der US-Ökonom dem "Spiegel"./yyzz/DP/stw
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