16.06.2014 18:12:47
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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax leicht im Minus - Krisen verunsichern
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Krisen im Irak und in der Ukraine haben den deutschen Aktienmarkt am Montag zum leichten Rückzug veranlasst. Dass die Verluste zum Wochenauftakt nur moderat ausfielen, führten Börsianer auf unerwartet gute US-Konjunkturdaten zurück. Der DAX schloss mit einem Minus von 0,29 Prozent auf 9883,98 Punkte. Am vergangenen Dienstag hatte der Leitindex noch ein Rekordhoch über 10 000 Punkten erreicht, war im Wochenverlauf dann aber abgebröckelt. Der MDAX endete am Montag 0,42 Prozent tiefer bei 16 837,55 Punkten. Der TecDAX verlor 0,48 Prozent auf 1296,55 Punkte.
"Noch halten sich scheinbar die Ängste der Börsianer vor einer weiteren Eskalation im Irak und einer möglichen militärischen Intervention der USA in Grenzen. Allerdings sollte das Gefahrenpotenzial, welches gerade der Konflikt im Nahen Osten hat, nicht unterschätzt werden. Besonders Öl-Lieferengpässe und daraufhin stärker steigende Ölpreise könnten den DAX schnell unter Druck bringen. Aber auch die Ukraine-Krise ist immer noch weit entfernt von einer nachhaltigen Lösung", kommentierte Chefanalyst Jens Klatt von DailyFX.
SIEMENS NACH KAUFGEBOT FÜR ALSTOM KAUM BEWEGT
In den USA ist die Produktion der Industrieunternehmen im Mai stärker gestiegen als erwartet. "Der deutliche Anstieg ist erfreulich und gleicht das Minus zu Beginn des zweiten Quartals aus", kommentierte Helaba-Experte Ralf Umlauf die Industriedaten. Zudem zeigte der Empire-State-Index, dass sich die Stimmung der Industrie im US-Bundesstaat New York im Juni überraschend weiter aufgehellt hatte. Auch der NAHB-Hausmarktindex für Juni fiel unerwartet gut aus.
Unter den Einzelwerten standen die Siemens-Aktien (Siemens) im Fokus, die jedoch praktisch unverändert schlossen. Wie erwartet legte der Elektrokonzern gemeinsam mit seinem japanischen Partner Mitsubishi Heavy Industries (MHI) ein Kaufgebot für den französischen Konzern Alstom vor. Demnach will sich MHI mit bis zu zehn Prozent an Alstom beteiligen. Das Gasturbinen-Geschäft der Franzosen will Siemens komplett übernehmen und dafür 3,9 Milliarden Euro in bar zahlen. Insgesamt beinhaltet die Offerte eine Barkomponente von rund sieben Milliarden Euro, 3,1 Milliarden Euro davon soll MHI leisten.
Mit der Offerte wollen die beiden Unternehmen ein Gebot des amerikanischen Siemens-Rivalen General Electric (General Electric (GE)) kontern, der 12,35 Milliarden Euro für die Energietechnik von Alstom geboten und die Schaffung von 1000 Arbeitsplätzen in Frankreich zugesagt hatte. Ein Händler sagte, das Übernahmeangebot liege im Rahmen der Erwartungen.
RWE WEGEN PRÜFUNG VON DEA-VERKAUF UNTER DRUCK
Zu den schwächsten Dax-Werten gehörten die RWE-Titel (RWE) mit einem Abschlag von mehr als einem Prozent. Das Bundeswirtschaftsministerium will den geplanten milliardenschweren Verkauf der RWE-Öl- und Gasfördertochter Dea an eine Firmengruppe um den Russen Michail Fridman prüfen. Das Ministerium untersucht, ob dem Gesetz zufolge strategische Interessen Deutschlands wie etwa die Versorgungssicherheit verletzt werden. Die Aktien von Sky Deutschland gewannen im MDax gut vier Prozent und profitierten dabei von Übernahmehoffnungen.
Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,10 Prozent am Freitag auf 1,09 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 136,07 Punkte. Der Bund Future gewann 0,10 Prozent auf 145,67 Punkte. Der Kurs des Euro erholte sich etwas von den Verlusten der Vorwoche und notierte zuletzt bei 1,3577 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3532 (Freitag: 1,3534) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7390 (0,7389) Euro./edh/jha/
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---
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