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Geändert am: 24.03.2022 21:02:46
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Ukraine-Krieg im Fokus: Gewinne an den US-Börsen -- ATX geht mit Verlusten in den Feierabend -- DAX letztlich wenig bewegt -- Börsen in Asien schließen mit unterschiedlichen Vorzeichen
AUSTRIA
Die Wiener Börse präsentierte sich am Donnerstag in Rot.
Der ATX startete auf grünem Terrain, zeigte sich danach jedoch mit negativem Vorzeichen und rutschte im Verlauf tiefer in die Verlustzone. Zum Handelsende notierte er 2,25 Prozent im Minus bei 3.254,68 Punkten.
International standen unverändert die Entwicklungen im Russland-Ukraine-Krieg im Fokus - politisch das Gipfeltreffen der NATO, der Siebener-Gruppe wichtiger Industrieländer (G-7) und der Europäischen Union (EU).
Zuletzt wurden die Sorgen von Aussagen des russischen Präsidenten Putin vom Mittwoch befeuert, denen zufolge "feindliche Staaten" Erdgas mit Rubel bezahlen sollten. Diese Meldung ließ die Ölpreise wieder anziehen, die Inflationssorgen bleiben weiterhin hoch.
Konjunkturdatenseitig standen die Einkaufsmanagerindizes im Blickpunkt der Marktakteure - die sowohl in Deutschland als auch in der Eurozone besser als erwartet ausfielen. Die deutsche Wirtschaft hat nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine unerwartet wenig an Schwung verloren. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel im März um 1,0 auf 54,6 Punkte. Das viel beachtete Konjunkturbarometer hielt sich aber klar über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. Ökonomen hatten einen stärkeren Rückgang auf 53,7 Zähler erwartet.
Auch in der Eurozone ist die Unternehmensstimmung im März durch den Ukraine-Krieg belastet worden, auch hier nicht so stark wie prognostiziert. Der Einkaufsmanagerindex fiel gegenüber Februar um 1,0 Punkte auf 54,5 Zähler. Analysten hatten im Schnitt mit einer deutlicheren Eintrübung auf 53,8 Punkte gerechnet.
Auf Unternehmensseite stand unter anderem CA Immo im Fokus der Anleger. Das Unternehmen hatte am Vorabend nach Börsenschluss Zahlen für 2021 vorgelegt.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt tendierte am Donnerstag seitwärts.
Der DAX startete etwas höher in den Handelstag. Am Vormittag fiel der deutsche Leitindex jedoch in die Verlustzone und verharrte anschließend im negativen Bereich. Im Laufe des Nachmittags schaffte er zwischenzeitlich den Sprung zurück ins Plus - gab seine Gewinne bis zum Handelsende aber wieder ab und ging letztlich marginale 0,07 Prozent tiefer bei 14.273,79 Zählern in den Feierabend.
Im Fokus blieb der Ukraine-Krieg. Anleger richteten ihre Blicke auf das Gipfeltreffen der G7 und der Europäischen Union. Informationen der Financial Times zufolge sind die USA bereit, Europa mit bis zu 15 Milliarden Kubikmetern Erdgas zu versorgen.
Die anfänglichen Kursgewinne seien von institutionellen Investoren zu Gewinnmitnahmen genutzt worden, berichtete Marktexperte Andreas Lipkow von der comdirect. Belastet hätten Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB), dass sich die europäische Wirtschaft durch den Ukraine-Krieg abkühlen wird. Damit sei das Feld einer potenziellen Stagflation in Europa eröffnet worden, so Lipkow.
WALL STREET
Die Wall Street präsentierte sich am Donnerstag mit Gewinnen.
Der Dow Jones schloss 1,01 Prozent höher bei 34.707,12 Punkten. Für den Techwerteindex NASDAQ Composite ging es daneben 1,93 Prozent auf 14.191,84 Zähler hoch.
"Die Schwankungsanfälligkeit des Aktienmarktes dürfte bis auf Weiteres sehr hoch bleiben", betonte die Helaba-Chefvolkswirtin Gertrud Traud mit Verweis auf eine Kombination aus Krieg, hohen Rohstoff- und Energiekosten sowie steigenden Zinsen. Im Fokus blieb die Ukraine, wo die Gefechte weiter gingen.
Mit mehreren Spitzentreffen in Brüssel will die westliche Staatengemeinschaft im Ukraine-Krieg Geschlossenheit demonstrieren. Auf den Tag genau vier Wochen nach dem russischen Angriff auf das Nachbarland kamen am Donnerstag die Staats- und Regierungschefs der NATO-Staaten zu einem Sondergipfel zusammen. Danach standen dort auch Gipfeltreffen der Siebener-Gruppe wichtiger demokratischer Industrieländer (G7) und der Europäischen Union (EU) an. Die westlichen Staaten wollen Russland wegen des Kriegs in der Ukraine mit weiteren militärischen und ökonomischen Maßnahmen die Grenzen aufzeigen. Die Nato-Mitglieder verständigten sich am Donnerstag auf einem Sondergipfel in Brüssel auf eine massive Aufrüstung.
ASIEN
Die asiatischen Märkte gingen am Donnerstag uneinheitlich aus der Sitzung.
Der Nikkei in Japan schloss bei 28.110,39 Punkten mit 0,25 Prozent im Plus.
Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite schlussendlich 0,63 Prozent und landete bei 3.250,26 Zählern. In Hongkong ging es für den Hang Seng ebenfalls nach unten: Der Leitindex verlor zum Handelsschluss 0,94 Prozent und landete bei 21.945,95 Einheiten.
Eine einheitliche Tendenz ließ sich am Donnerstag nicht feststellen. Allerdings schüttelten die Aktienmärkte der Region die schwachen Vorgaben der US-Börsen ab. Die Indizes haben anfangs deutlichere Verluste verringert oder sogar ins Plus gedreht. Unterstützung kam vom US-Dollar, der weiter von der Aussicht auf schnellere Zinserhöhungen der US-Notenbank profitierte.
Zudem wurde der rasante Anstieg der Ölpreise, der in den vergangenen Tagen zusätzliche Inflationsängste geschürt hatte, vorerst gestoppt. Am Mittwoch waren die Ölpreise von der Aussicht auf weitere Sanktionen gegen Russland nach oben getrieben worden und weil Russland angekündigt hatte, zur Zahlung von Gaslieferungen nach Europa künftig nur noch Rubel zu akzeptieren.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX

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Unternehmensdaten
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24.03.22 | ABB AG Sponsored Canadian Depository Receipt Hedged Reg S / Hauptversammlung |
24.03.22 | ABB Ltd. (Asea Brown Boveri Ltd.) (Spons. ADRS) / Hauptversammlung |
24.03.22 | Acotel Group SpaAz. / Quartalszahlen |
Wirtschaftsdaten
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24.03.22 | Präsident Selenskyj spricht |
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TecDAX | 3 408,30 | -1,92% | |
Dow Jones | 40 545,93 | -3,98% | |
NASDAQ Comp. | 16 550,61 | -5,97% | |
NASDAQ 100 | 18 521,48 | -5,41% | |
NIKKEI 225 | 33 780,58 | -2,75% | |
Hang Seng | 22 849,81 | -1,52% | |
ATX | 3 834,13 | -4,17% | |
Shanghai Composite | 3 350,13 | 0,05% |