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Geändert am: 22.06.2022 22:12:07

Stagflationssorgen: US-Börsen gehen etwas tiefer aus dem Handel -- ATX und DAX schließen schwächer -- Asiens Börsen letztlich mit Verlusten

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt zeigte sich zur Wochenmitte letztlich deutlich leichter.

So eröffnete der ATX mit einem kräftigen Abschlag und lag auch anschließend tief in der Verlustzone. Der ATX ging schließlich 2,12 Prozent tiefer bei 3.005,62 Zählern aus dem Handel.

Die Wiener Börse präsentierte sich am Mittwochnachmittag weiterhin mit sehr schwacher Tendenz. Auch das europäische Umfeld zeigte sich weiterhin tiefrot. Die Nervosität an den Finanzmärkten bleibt hoch, hieß es von Analystenseite.

Aktuelle Inflationsdaten drückten die Stimmung an den Märkten. So hatten sich im Mai die Verbraucherpreise in Großbritannien gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,1 Prozent erhöht. Das war die höchste Rate seit Beginn der Erfassung im Jahr 1997.

Der Fed-Chef Jerome Powell hat unterdessen in seiner Anhörung vor dem US-Senat betont, dass er die US-Wirtschaft für stark genug halte, um die weiterhin vorgesehenen Leitzinserhöhung zu verkraften. Dies sorgte für Entspannung an den US-Börsen, die sich nach einem negativen Start in die Gewinnzone vorarbeiten konnte.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt musste am Mittwoch Abschläge hinnehmen.

So startete der DAX deutlich tiefer und stand auch im weiteren Handelsverlauf deutlich im Minus. Zeitweise rutschte der deutsche Leitindex sogar unter die vielbeachtete 13.000 Punkte-Marke, konnte aber sich zuletzt wieder von dieser nach oben hin absetzen. Zum Handelsende beliefen sich die Verluste auf 1,11 Prozent bei 13.144,28 Indexpunkten.

Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Verlusten geschlossen. Belastend wirkten anhaltende Rezessionsängste. Sorgen macht man sich vor allem über die deutsche Wirtschaft. Nach den drastisch gesenkten Wachstumsprognosen der Institute könnte nun sogar die Stufe Zwei der Warnstufen bei der Gasversorgung bevorstehen. Vor allem für die Chemie-Industrie könnte dies zu Produktionseinschränkungen führen. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat derweil die Regierungen in Europa aufgefordert, sich auf einen vollständigen Stopp russischer Gaslieferungen vorzubereiten.

Der DAX erholte sich am Nachmittag mit Aussagen von Fed-Chairman Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des Senats. Powell hat sich wie erwartet klar zur Inflationsbekämpfung bekannt. Es sei essentiell für die Fed, die Inflation zu reduzieren, zugleich wolle man aber keine Rezession auslösen. Insbesondere letztere Aussage wirkte stabilisierend an den Märkten.

WALL STREET

Die US-Börsen präsentierten sich zur Wochenmitte mit leicht negativer Tendenz.

Der Dow Jones startete mit einem Minus, konnte sich anschließend aber in die Gewinnzone vorarbeiten. Bis zum Handelsende fiel er jedoch auf rotes Terrain zurück und notierte letztlich 0,15 Prozent tiefer bei 30.483,13 Punkten. Der NASDAQ Composite gab zum Handelsbeginn deutlicher nach. Zwischenzeitlich konnte der Technologie-Index die Verluste vollständig aufholen und notierte im grünen Bereich, bevor er wieder ins Minus abrutschte und schließlich 0,15 Prozent schwächer bei 11.053,08 Zählern in den Feierabend ging.

Die Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell konnten die US-Börsen nur kurzzeitig stützen. In seiner regelmäßigen Anhörung vor dem US-Senat bekräftigte Powell, dass die Federal Reserve weiter gegen die hohe Inflation vorgehen wird. Zuletzt hatte die Fed deshalb die Leitzinsen ungewöhnlich deutlich um 0,75 Prozentpunkte angehoben. Die US-Wirtschaft sei sehr stark und könne eine straffere Geldpolitik verkraften, betonte der Notenbankchef. Er verwies zudem darauf, dass die von den Finanzmärkten bereits eingepreisten Zinserhöhungen angemessen seien.

Marktteilnehmer bezweifeln allerdings, ob es der Fed gelingen wird, die Wirtschaft angesichts der schnellen Zinswende vor einem harten Absturz zu bewahren.

ASIEN

Die Märkte in Fernost präsentierten sich am Mittwoch in Rot.

In Tokio schloss der japanische Leitindex Nikkei mit einem Verlust von 0,37 Prozent bei 26.149,55 Punkten.

Auch in China dominierten die Bären. Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite bis Handelsschluss 1,20 Prozent auf 3.267,20 Punkte. Der Hang Seng in Hongkong gab daneben um 2,56 Prozent auf 21.008,34 Punkte ab.

Die Zuversicht vom Vortag an den asiatischen Börsen war am Mittwoch bereits wieder verflogen. Ohnehin hatten Marktteilnehmer hinter den Aufschlägen kaum mehr als eine technisch bedingte Zwischenerholung nach der tagelangen Talfahrt vermutet. Dass von der Wall Street nach der dortigen Feiertagspause eine starke Vorlage kam, stützte die Indizes nur zu Beginn.

Danach drehten sie teils sogar deutlich ins Minus, weil die weltweiten Stagflationsängste, also die Sorgen vor wirtschaftlicher Stagnation bei gleichzeitig hoher Inflation, wieder die Oberhand gewannen und auch die Futures auf die US-Indizes absackten. Dazu passend verbilligte sich das Öl deutlich.

Im Handel war von Zurückhaltung vor einem Auftritt von US-Notenbankchef Jerome Powell zu hören. Er steht am Nachmittag (MESZ) Rede und Antwort vor dem Bankenausschuss des Senats zur Geldpolitik. Zuletzt kamen von der US-Notenbank sehr falkenhafte Kommentare mit einem klaren Fokus auf Inflationsbekämpfung und Inkaufnahme dadurch entstehender Risiken für das Wirtschaftswachstum.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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