02.04.2014 17:31:49

Ölpreise weiter auf Talfahrt

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre Talfahrt vom Vortag fortgesetzt. Die Aussicht auf steigende Öllieferungen aus dem Förderland Libyen setzte dabei Brent-Öl stärker unter Verkaufsdruck als US-Öl. Am späten Nachmittag rutschte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai erstmals seit fünf Monaten unter 105 Dollar auf 104,38 US-Dollar. Das waren 1,24 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fiel nur um 59 Cent auf 99,15 Dollar.

Bereits am Dienstag waren die Ölpreise um jeweils etwa zwei Dollar gefallen. "Auslöser für den Preisrutsch war die Meldung, dass die Rebellen in Libyen die seit Monaten besetzten Häfen angeblich innerhalb von Tagen freigeben wollen", hieß es in einer Analyse von Rohstoffexperten der Commerzbank. Durch die Blockade von Anlagen der Ölindustrie sind die Liefermengen aus Libyen stark beschränkt. Die Commerzbank-Experten wundern sich allerdings über die heftige Reaktion der Anleger am Ölmarkt: "Derartige Verlautbarungen waren in den letzten Monaten schon des Öfteren zu hören, ohne dass die Hafenblockade tatsächlich aufgehoben wurde."

Dagegen konnte die Entwicklung der US-Ölreserven die Preise kaum beeinflussen. Am Nachmittag hatte die amerikanische Regierung einen überraschenden Rückgang der Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 2,4 Millionen Barrel veröffentlicht. Der Markt war hingegen von einem erneuten Anstieg der US-Ölreserven um 2,5 Millionen Barrel ausgegangen. Die Benzinbestände sanken laut Ministerium um 1,6 Millionen auf 215,6 Millionen Barrel. Die Vorräte an Destillaten (Heizöl, Diesel) stiegen hingegen um 0,6 Millionen Barrel auf 113,0 Millionen Barrel.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ging zuletzt zurück. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 103,25 Dollar. Das waren 83 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/hbr

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