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15.02.2013 19:00:31
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MÄRKTE EUROPA/Angst vor Abwärtungsspirale bei Devisen drückt
Zudem regierte vor Beginn des G-20-Treffens in Moskau Zurückhaltung. Investoren wollen vor allem wissen, inwieweit die gezielte Abwertungspolitik der neuen japanischen Regierung von der internationalen Gemeinschaft akzeptiert wird. "Das Thema Währungskrieg beschäftigt die Anleger weiter", sagte Analyst Gary Yau von der Credit Agricole.
Neues Öl ins Feuer der "Währungskrieg"-Diskussion goß Brasiliens Finanzminister Mantega. Er sieht wachsende Konflikte zwischen den Exportländern aufziehen. Einige exportorientierte Staaten fänden es zunehmend schwerer, im Wettbewerb mit Ländern zu bestehen, die ihre Währungen schwächten. "Der Währungskrieg ist intensiver geworden, weil die Handelskonflikte an Schärfe gewonnen haben", sagte Mantega beim Zusammenkommen der Finanzminister und Notenbankleiter aus den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern (G-20).
Daneben sorgten die italienischen Parlamentswahlen am 24. und 25. Februar für Zurückhaltung - ebenso die Anfang März drohenden Ausgabenkürzungen in den USA im Volumen von 1,2 Billionen Dollar. Bislang zeichnet sich keine Einigung zwischen Demokraten und Republikanern ab, um die Kürzungen doch noch zu vermeiden.
Stützend wirkten gute Konjunkturnachrichten aus den USA: Dort stieg der Empire State Index deutlich kräftiger als erwartet an. Auch die wichtigen Subkomponenten für Arbeit und Auftragseingänge verbesserten sich deutlich in den Expansionsbereich. Der Euro sprang darauf über die Marke von 1,3350 Dollar. "Der Index ist die erste gute Konjunkturnachricht nach den depressiven BIPs aus Europa", sagte ein Händler. Der leichte Rückgang der US-Produktion im Januar wurde dagegen als rückwärts orientiert ignoriert: "Der heutige Sprung im Empire State Index ist eine gute Nachricht, die Aktivitäten werden wieder zunehmen, sobald die Unsicherheiten über die Fiskalpolitik hinter uns liegen", sagte Annalisa Piazza von Newedge.
Bei den Einzelaktien standen erneut Quartalszahlen im Blick: Commerzbank-Aktien stiegen trotz schwacher endgültiger Zahlen für das vierte Quartal um 1,2 Prozent. equinet-Analyst Philip Häßler erwartet zwar für die Commerzbank ein weiteres schwieriges Jahr; er glaubt allerdings, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen sei, die Aktie zu kaufen.
Papiere der Deutschen Telekom litten unter einem Pressebericht, demzufolge sich der Hauptaktionär von MetroPCS gegen eine Fusion mit T-Mobile US ausgesprochen hat. Telekom-Aktien gaben darauf um 3,3 Prozent nach. Lanxess-Aktien führten den DAX mit plus 3,5 Prozent an. Die Analysten der Citigroup haben den Chemie-Konzern auf eine Liste möglicher Übernahmekandidaten gesetzt.
Für Furore sorgte der Geschäftsausweis des niederländischen Versicherungskonzerns Aegon. Händler verwiesen auf einen höher als erwartet ausgefallenen Nettogewinn. Auch der geplante Tausch der Vorzugsaktien in Stammaktien und Bargeld sollte sich positiv auf die Bilanzstruktur auswirken. Die Aktien sprangen um 5,1 Prozent.
Nach Vorlage äußerst überzeugender Geschäftszahlen stiegen die Titel des Luxusgüterkonzerns PPR um 7,6 Prozent. Die Aktien ihrer im MDAX notierten Tochter Puma zogen "nur" um 0,8 Prozent an. Hintergrund für die schwächere Kursentwicklung war, dass der Lifestyle-Bereich bei PPR im Gegensatz zum Luxussegment noch nicht rund lief.
Mit einem Kursplus von 2,1 Prozent setzte sich die Eni-Aktie nach guten Quartalsergebnissen deutlich vom Sektor ab. Im Schnitt notierten Energiewerte 0,3 Prozent im Minus. Der operative Gewinn bei Eni stieg um 17 Prozent, was Analysten zufolge auf die sehr gute Erschließungs- und Förderaktivität von Eni zurückzuführen war.
Europäische Schlusssstände von Freitag, den 15. Februar 2013:
=== Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung stand absolut in % seit Jahresbeginn Europa Euro-Stoxx-50 2.615,26 -20,09 -0,8% -0,8 Stoxx-50 2.622,24 -6,57 -0,2% 1,7 Stoxx-600 287,34 -0,45 -0,2% 2,7 Frankfurt XETRA-DAX 7.593,51 -37,68 -0,5% -0,2 London FTSE-100 6.328,26 0,90 +0,0% 7,3 Paris CAC-40 3.660,37 -9,23 -0,3% 0,5 Amsterdam AEX 343,45 -2,39 -0,7% 0,2 Athen ATHEX-20 350,47 5,01 +1,5% 13,2 Brüssel BEL-20 2.535,88 -11,50 -0,5% 2,4 Budapest BUX 18.822,96 -46,80 -0,2% 3,6 Helsinki OMXH-25 2.383,01 8,87 +0,4% 7,8 Istanbul ISE NAT. 30 96.649,19 665,69 +0,7% -1,1 Kopenhagen OMXC-20 531,89 0,35 +0,1% 7,2 Lissabon PSI 20 6.169,80 -43,61 -0,7% 8,3 Madrid IBEX-35 8.247,40 -97,20 -1,2% -0,2 Mailand FTSE-MIB 16.489,80 -55,15 -0,3% 1,3 Moskau RTS 1.577,26 -11,05 -0,7% 3,3 Oslo OBX 434,75 0,91 +0,2% 6,0 Prag PX 1.003,69 4,63 +0,5% -3,4 Stockholm OMXS-30 1.183,43 0,52 +0,0% 7,1 Warschau WIG-20 2.467,63 11,27 +0,5% -4,7 Wien ATX 2.400,09 -16,87 -0,7% 0,0 Zürich SMI 7.500,57 18,37 +0,2% 9,9DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.25 Uhr EUR/USD 1,3352 -0,16% 1,3373 EUR/JPY 124,8345 0,93% 123,6888 EUR/CHF 1,2328 0,06% 1,2320 USD/JPY 93,5020 1,10% 92,4870 GBP/USD 1,5516 -0,10% 1,5531 === Kontakt zum Autor: trade.de@dowjones.com DJG/mod/flf (END) Dow Jones Newswires
February 15, 2013 12:30 ET (17:30 GMT)
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