27.08.2014 16:37:47
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WWF-Studie: Weltweite Wasserkrise trifft auch Deutschland
BERLIN (dpa-AFX) - Weltweite Risiken bei der Wasserversorgung treffen nach Angaben von Naturschützern auch Deutschland. Als drittgrößte Importnation sei die deutsche Wirtschaft auf ausländische Waren angewiesen, die ohne den Einsatz von Wasser nicht verfügbar wären. "Von Reputationsschäden bis hin zu Standortschließungen, versteckte Wasserrisiken können im Extremfall Milliardenausfälle für deutsche Unternehmen nach sich ziehen", erklärte Philipp Wagnitz, Mitautor einer Wasser-Studie der Naturschutzorganisation WWF, am Mittwoch in Berlin.
Deutschland habe bei vielen Waren ein besorgniserregendes "importiertes Wasserrisiko", etwa bei Gemüse aus Spanien, Baumwolle und Kleidung aus Indien, Metallen aus Südafrika, Rosen aus Kenia oder Phosphor aus China. Allein durch den Import von Baumwolle und Textilien verbrauche Deutschland in Pakistan indirekt jährlich doppelt so viel Wasser wie das Volumen des Starnberger Sees. Der WWF rief Unternehmen auf, sich gemeinsam mit lokalen Partnern um Wasserschutz-Projekte zu kümmern./tb/DP/jha
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