01.04.2022 17:49:00

Wiener Börse (Schluss) 2 - ATX verliert zum Schluss an Schwung

Die Wiener Börse ist am Freitag mit höheren Kursen aus dem Handel gegangen. Der ATX hatte dabei im Verlauf zeitweise mehr als ein Prozent hinzugewonnen. Gegen Ende der Handelssitzung verlor der heimische Leitindex jedoch an Schwung und er gab sein Plus fast gänzlich ab. Letzten Endes konnte der ATX jedoch Aufschläge von 0,28 Prozent auf 3.320,36 Einheiten in das Wochenende retten. Beim breiteren ATX Prime waren es zum Schluss Zugewinne von 0,31 Prozent auf 1.670,89 Punkte.

Trotz negativer Vorgaben der US-Börsen hatte der ATX am Vormittag klar zugelegt. Einerseits stütze wohl der weitere Preisrückgang am Ölmarkt. Wie bereits zuvor spekuliert, werden die USA einen großen Teil ihrer strategischen Ölreserven freigeben, was die Ölpreise fallen ließ. Weiterhin bleibt jedoch der Ukraine-Krieg das vorherrschende Thema an den Märkten. Die zuletzt erhoffte Entspannung in dem Konflikt blieb bisher aus.

Im Fokus standen vor dem Wochenende zahlreiche Konjunkturdaten. Einerseits stieg die Inflation im Euroraum auf ein neues Rekordhoch, wie Verbraucherpreisdaten vom Vormittag zeigten. Diese stiegen im März gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozent. Stärkster Treiber der Teuerung bleiben die hohen Kosten für Energie. Analysten wurden von der Stärke des Preissprungs überrascht. Sie hatten im Schnitt nur einen Anstieg der Inflationsrate von 5,9 Prozent im Februar auf 6,7 Prozent erwartet.

Da allerdings bereits zuvor die nationalen Verbraucherpreisdaten der großen Euroländer bekannt waren, wurden die Anleger von den heutigen Zahlen nicht wirklich überrascht. Trotzdem zeigen sich einige Marktexperten angesichts der hohen Inflation alarmiert. Der Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer sieht dabei Bedarf für einen strafferen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB): "Jetzt kommt es darauf an, dass die EZB endlich den Fuß vom Gas nimmt. Ansonsten steigen die Inflationserwartungen weiter, und die hohe Inflation setzt sich dauerhaft fest."

Am Nachmittag folgten noch Zahlen aus den USA. Einerseits bleibt die Lage am US-Arbeitsmarkt weiterhin sehr robust, wie der heutige offizielle Arbeitsmarktbericht zeigte. Am Markt nährt dies nun die Spekulationen rund um einen größeren Zinsschritt der US-Notenbank, da nun mit einer Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent annähern das Fed-Ziel der Vollbeschäftigung erreicht sein dürfte.

Die Industriestimmung in den USA hat sich dagegen überraschend eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex ISM fiel zum Vormonat um 1,5 Punkt auf 57,1 Zähler. Analysten hatten hingegen im Schnitt einen Anstieg auf 59,0 Punkte erwartet.

Bei den Einzelwerten konnten die gestern schwachen Aktien der Erste Group am Freitag um über zwei Prozent zulegen. Zeitweise lagen auch die Titel der Raiffeisen Bank International klar im Plus. Zum Schluss standen sie um leichte 0,2 Prozent höher. Die Papiere der BAWAG verloren vor dem Wochenende zwar 4,5 Prozent, jedoch handelten die Titel am Freitag ex-Dividende also mit einem Dividendenabschlag. Um diesen bereinigt stiegen die Titel um 2,1 Prozent.

Klare Zugewinne von über zwei Prozent verbuchten auch die Titel des Ölriesen OMV. Unter den größten Gewinnern fanden sich auch die Anteile von Frequentis mit plus 3,1 Prozent. Unter den schwächsten Einzelwerten gaben die Titel des Baukonzerns Porr um 3,4 Prozent nach und bei den Anteilsscheinen von Do & Co stand zum Schluss ein Minus von 3,6 Prozent.

pma/sto

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