25.01.2018 18:59:45
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ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
EZB dürfte Kommunikation im März ändern
Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) selbst angekündigte Diskussion über eine veränderte geldpolitische Kommunikation hat nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch nicht begonnen. Bei seiner Pressekonferenz nach der jüngsten Ratssitzung deutete Draghi an, dass der Rat im März darüber beraten dürfte. Eine EZB-Zinserhöhung in diesem Jahr nannte Draghi unwahrscheinlich. Großen Raum nahmen in der Pressekonferenz der Euro-Wechselkurs und Äußerungen des - namentlich nicht genannten - US-Finanzministers Steven Mnuchin zum US-Dollar ein
Bankenverband kritisiert EZB-Entscheidung
Der Bundesverband deutscher Banken hat Kritik an der Europäischen Zentralbank (EZB) wegen ihrer zinspolitischen Entscheidung geübt. "Die Europäische Zentralbank hat heute die Chance vertan, ein neues Signal in Richtung einer geldpolitischen Normalisierung zu senden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Christian Ossig. "Stattdessen verharrt sie tief im Krisenmodus. Dieser Kurs muss in absehbarer Zeit enden."
Draghi: EZB bevorteilt keine Länder bei Anleihekäufen
Die Europäische Zentralbank (EZB) bevorteilt nach Aussage von EZB-Präsident Mario Draghi keine Länder beim Ankauf von Anleihen. "Die Ankäufe werden vom EZB-Kapitalschlüssel geleitet", sagte Draghi in der Pressekonferenz nach der jüngsten EZB-Ratssitzung. Zwar könnten die Ankäufe von Monat zu Monat durchaus von diesem Schlüssel abweichen, doch müsse die Einhaltung dieser Vorgaben anhand des Gesamtbestands an Anleihen beurteilt werden, die im Rahmen des APP-Programms erworben wurden.
Schulz stellt "zügige" Koalitionsverhandlungen in Aussicht
SPD-Parteichef Martin Schulz hat zügige Koalitionsverhandlungen mit der Union in Aussicht gestellt. "Wir werden in den nächsten zwei Wochen sicher zügig verhandeln, aber ohne dass wir uns in irgendeine Hektik stürzen", sagte Schulz am Donnerstagabend nach internen Beratungen der SPD in Berlin. Es gelte die Devise "Sorgfalt vor Schnelligkeit". Die Koalitionsverhandlungen sollen am Freitagmorgen beginnen.
Koalitionsverhandlungen starten Freitagmorgen - Kreise
Die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD sollen am Freitagmorgen in Berlin beginnen. Wie aus Parteikreisen verlautete, wollen zunächst die drei Parteivorsitzenden Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Martin Schulz (SPD) zu einem Treffen im Konrad-Adenauer-Haus zusammenkommen. Danach werde dann eine 15er-Runde ebenfalls in der CDU-Parteizentrale tagen, sagte eine mit den Planungen befasste Person zu Dow Jones Newswires. Über die genaue Zusammensetzung der Runde könnten noch keine Angaben gemacht werden.
18 Arbeitsgruppen für die Koalitionsverhandlungen
Nach CDU und CSU haben auch die Sozialdemokraten Verhandlungsführer für die Arbeitsgruppen bei den am Freitag beginnenden Koalitionsgesprächen benannt. Aus einer internen Aufstellung, die der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag, geht hervor, dass anders als bei den Sondierungsgesprächen Anfang Januar auch Minister aus der geschäftsführenden Bundesregierung prominent vertreten sind - darunter Außenminister Sigmar Gabriel (SPD). Insgesamt sind 17 inhaltliche Arbeitsgruppen sowie eine weitere Gruppe zur Arbeitsweise der Regierung und Fraktionen geplant.
Air Berlin/Flöther: Kfw-Kredit kann wohl nicht voll zurückgezahlt werden
Bei Air Berlin beginnen nach dem Abschluss der Verwertung der Vermögensgegenstände die Aufräumarbeiten. "Wir prüfen die gesamte Buchhaltung des Air-Berlin-Konzerns, ob noch Ansprüche zugunsten der Gläubiger geltend gemacht werden können", sagte Insolvenzverwalter Lucas Flöther. Es sei aber höchst ungewiss, ob die Gläubiger ihr Geld wiedersehen. Denn nach jetztigem Stand könne noch nicht einmal das Kfw-Darlehen über 150 Millionen Euro im vollem Umfang zurückgezahlt werden, heißt es in der Mitteilung von Flöthers Kanzlei.
Belgiens Geschäftsklima im Januar spürbar aufgehellt
Das belgische Geschäftsklima hat sich im Januar stärker aufgehellt als erwartet. Wie die Belgische Nationalbank (BNB) mitteilte, stieg der Index um 1,7 Punkte auf plus 1,8. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf plus 0,4 prognostiziert, nachdem der Index im Vormonat bei plus 0,1 notiert hatte.
Verbund-Chef: Können deutsche Stromversorgung nicht absichern
Der Chef von Österreichs größtem Stromkonzern mischt sich in die Debatte um die stotternde Energiewende in Deutschland ein. Verbund-CEO Wolfgang Anzengruber warnte am Rande der Handelsblatt-Energietagung davor, sich bei der sicheren Stromversorgung auf die Speicherseen der Alpenrepublik zu verlassen. Genau wie Eon-Chef Johannes Teyssen hält er einen Mindestpreis für Kohlendioxid für den besten Weg, um die Energiewende wieder in die richtige Bahn zu bringen.
Rheinmetall darf türkische Leopard-Panzer vorerst nicht verstärken
Der Rüstungskonzern Rheinmetall wird vorerst keine Panzer der türkischen Armee nachrüsten dürfen. Das erklärte Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und begründete dies mit dem Einmarsch der Türkei in Nordsyrien. "Was die aktuellen Beratungen um Rüstungsexporte angeht, so ist für die Bundesregierung klar, dass wir nicht in Spannungsgebiete liefern dürfen und dies auch nicht tun werden", erklärte Gabriel.
Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe steigen spürbar
In den USA sind in der Woche zum 20. Januar spürbar mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt worden. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl auf saisonbereinigter Basis um 17.000 auf 233.000 Anträge, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 237.000 vorhergesagt.
Katar will Luftabwehrsystem S-400 von Russland kaufen
Das Emirat Katar will von Russland das moderne Luftabwehrsystem S-400 kaufen. Die Verhandlungen zu dem Rüstungsgeschäft seien in einem "fortgeschrittenen Stadium", sagte der katarische Botschafter in Moskau, Fahad bin Mohammed al-Attija, am Donnerstag der russischen Nachrichtenagentur Tass. Zudem würden Gespräche über einen möglichen Kauf von Technologien für die Landstreitkräfte geführt.
+++ Konjunkturdaten
16:00 *DJ US/Neubauverkäufe Dez Bestand 5,7 Monate
16:00 *DJ US/Neubauverkäufe Nov revidiert auf 689.000 (vorl: 733.000)
16:00 *DJ US/Neubauverkäufe Dez -9,3% auf 625.000 (PROG: 680.000)
16:00 *DJ US/Index der gleichlaufenden Indikatoren Dez +0,3% gegen Vormonat
16:00 *DJ US/Index der nachlaufenden Indikatoren Dez +0,7% gg Vm
16:00 *DJ US/Index der Frühindikatoren Dez +0,6% gegen Vormonat
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/AFP/mgo
(END) Dow Jones Newswires
January 25, 2018 13:00 ET (18:00 GMT)
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