13.05.2013 18:30:35

Schaeffler kündigt Investorenvereinbarung mit Continental

   Der Automobilzulieferer Schaeffler hat über vier Jahre nach seinem Einstieg beim Wettbewerber Continental eine Investorenvereinbarung mit den Hannoveranern gekündigt. Mit dieser Vereinbarung hatten die beiden Unternehmen im August 2008 ihre Übernahmeschlacht beigelegt.

   Schaeffler hatte der Continental AG im Juli jenen Jahres ein feindliches Übernahmeangebot unterbreitet, was bei Conti auf heftige Gegenwehr stieß. Im Zuge der Investorenvereinbarung erklärte sich Schaeffler dann bereit, die Beteiligung für die kommenden vier Jahre auf knapp unter die Hälfte zu beschränken und die bisherige Strategie und Geschäftspolitik zu unterstützen. Garant der Vereinbarung war der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder. Aktuell hält Schaeffler 49,9 Prozent der Continental-Aktien.

   Die unbefristete Vereinbarung konnte frühestens im Frühjahr 2014 gekündigt werden, dies ist nun erfolgt. "Nachdem bereits im August 2012 die Geltungsdauer wesentlicher Regelungen der Investorenvereinbarung abgelaufen war, hat die Vereinbarung für beide Unternehmen keine praktische Relevanz mehr", teilte Schaeffler mit. "Schaeffler und Continental profitieren seit Jahren von der guten und pragmatischen Zusammenarbeit und werden diese auch künftig fortsetzen."

   "Wir sind davon überzeugt, dass beide Unternehmen ihre sehr gute und zielorientierte Zusammenarbeit in Zukunft fortsetzen werden", sagte Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender der Continental AG.

   Konkrete Auswirkungen wird die Kündigung der Vereinbarung Analysten zufolge kurzfristig nicht haben. "Erst einmal tritt zwischen zwei Unternehmen wieder der Normalzustand ein, d.h. eine Ausnahmesituation wird aufgehoben", kommentiert Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler die Mitteilung. "Theoretisch ist deshalb alles möglich. Langfristig, also auf 5- oder 10-Jahressicht, könnte Schaeffler deshalb den Anteil auch wieder aufstocken."

   Die in Privatbesitz befindliche Schaeffler-Gruppe wurde im Rahmen der feindlichen Übernahme 2008 Großaktionär bei der größeren Continental. Schaeffler hat damals rund 18 Milliarden Euro gezahlt. Der schuldenfinanzierte Deal ging allerdings nach hinten los, als die Kreditmärkte sich im Rahmen der Finanzkrise verschlechterten.

   Zuletzt war aus Kreisen zu hören, die Holdinggesellschaft des Kugellagerherstellers könnte schon im kommenden Jahr an die Börse gehen, um die bei der Conti-Übernahme angefallenen Schulden abzubauen.

   --Mitarbeit: Ilka Kopplin

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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   May 13, 2013 12:00 ET (16:00 GMT)

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