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06.11.2015 15:11:39
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ROUNDUP: US-Arbeitsmarkt nimmt Fahrt auf - starkes Signal für Zinswende
WASHINGTON (dpa-AFX) - Der amerikanische Arbeitsmarkt hat im Oktober stark an Fahrt aufgenommen. Außerhalb der Landwirtschaft wurden deutlich mehr Stellen geschaffen, als Bankvolkswirte im Vorfeld erwartet hatten. Zudem fiel die Entwicklung in den Vormonaten etwas besser aus. Das Lohnwachstum zog an, die Arbeitslosigkeit ging weiter zurück. Damit schafft der Arbeitsmarkt beste Voraussetzungen, dass die US-Notenbank im Dezember mit Zinsanhebungen beginnen kann.
Wie das US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte, schuf die Wirtschaft im Oktober 271 000 neue Stellen. Das waren deutlich mehr Arbeitsplätze als die von Volkswirten erwarteten 185 000 Jobs. Außerdem war es der stärkste Zuwachs in diesem Jahr. Der Stellenaufbau in den beiden Vormonaten August und September wurde um insgesamt 12 000 Stellen nach oben gesetzt.
ARBEITSLOSIGKEIT FÄLLT - LÖHNE ZIEHEN AN
Die Arbeitslosenquote fiel von bereits niedrigem Niveau aus um weitere 0,1 Punkte auf 5,0 Prozent. Die Stundenlöhne stiegen im Monatsvergleich um 0,4 Prozent, im Jahresvergleich um 2,5 Prozent. Das ist die höchste Jahresrate seit etwa sechs Jahren - das bisher bestenfalls moderate Lohnwachstum scheint also anzuziehen.
Der amerikanischen Notenbank Fed spielen die Zahlen in die Karten. Sie will Mitte Dezember prüfen, ob die US-Wirtschaft reif ist für eine erste Zinsanhebung nach der Finanzkrise. Als Richtschnur dafür schaut sie vor allem auf den Arbeitsmarkt und die Inflation. Der starke Stellenaufbau, die fallende Arbeitslosigkeit und die steigenden Löhne dürften die Fed zuversichtlich stimmen.
DOLLAR STEIGT STARK - ZINSWENDE WAHRSCHEINLICHER
An den Finanzmärkten sorgten die Zahlen für heftige Reaktionen. Der Dollar legte auf breiter Front zu. Im Gegenzug fiel der Euro mit 1,0707 Dollar auf den tiefsten Stand seit April. Am amerikanischen Rentenmarkt erhöhten sich die Renditen für Staatsanleihen deutlich. Der Dax zog deutlich an und stieg zwischenzeitlich wieder über die Marke von 11 000 Punkten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed im Dezember die Zinswende einleitet, stieg nach den Zahlen von gut 50 auf mehr als 70 Prozent./bgf/jkr/zb
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