08.01.2013 16:34:32

ROUNDUP: Millionenverluste der NRW-Bank mit auswärtigen Spielbanken

    DUISBURG (dpa-AFX) - Das Land Nordrhein-Westfalen hat über die landeseigene NRW-Bank mit Spielkasinos in anderen Bundesländern Millionenverluste verbuchen müssen. Das geht aus dem Geschäftsbericht 2011 der NRW-Bank hervor. Danach haben die Kasinos in Bremen und Berlin im Jahr 2010 zusammen 3,7 Millionen Euro Verlust eingefahren. Vergleichsweise gering fiel das Defizit mit 42 000 Euro in Erfurt aus.

 

    Nach Darstellung der WAZ-Zeitungen vom Dienstag will sich das Land nun von den Verlustbringern trennen. Ein Sprecher der NRW-Bank bestätigte auf dpa-Anfrage, dass man sich auf die vier NRW-Spielbanken konzentrieren wolle. Es gebe Gespräche über die Zukunft der Kasinos in Bremen, Berlin und Erfurt. Die derzeit sieben Kasinos in Landesbesitz sind in der Duisburger "Westspiel" gebündelt.

 

    In Berlin deuten die Zeichen auf einen Verkauf in. Die Verhandlungen sollen fortgeschritten sein. Über die Zukunft der Häuser in Bremen und Erfurt gab es keine konkreten Angaben. Ein Verkauf ist aber offenbar nicht die einzige Option.

 

    Die "Westspiel"-Gruppe betreibt neben den Kasinos in Bremen, Berlin und Erfurt die vier NRW-Kasinos in Aachen, Oeynhausen, Hohensyburg und Duisburg. Sogar ein fünftes Kasino ist in NRW mit Billigung des Landtags geplant, obwohl das Online-Glückspiel den etablierten Häusern kräftig zusetzt.

 

    Das Millionen-Minus löste Kritik der Landtags-Opposition aus. "Es ist schon vom Grundsatz her ordnungspolitisch fragwürdig, dass Nordrhein-Westfalen Spielbanken in anderen Bundesländern betreibt", sagte FDP-Fraktionsvize Ralf Witzel den WAZ-Zeitungen. Die Spielbankenabgabe kommt dem jeweiligen Bundesland zu Gute./fc/DP/sf

 

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