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13.05.2015 19:22:40

ROUNDUP 3: Verdi fordert von Karstadt Garantien - Beratung der Tarifkommission

(Aktualisierung: Tarifgespräche am Freitag finden statt.)

ESSEN (dpa-AFX) - Angesichts fünf weiterer Filialschließungen fordert Verdi von Karstadt eine Standort- und Beschäftigungsgarantie. "Theoretisch wären weitere Häuserschließungen jederzeit möglich. Aus diesem Grund drängen wir in den Tarifverhandlungen auf eine Standort- und Beschäftigungsgarantie für alle Häuser", sagte Arno Peukes, Verdi-Vertreter im Aufsichtsrat von Karstadt, den Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Mittwoch).

"Das konzeptlose Sparen muss ein Ende haben", unterstrich er. Die Karstadt-Häuser würden Zeit benötigen, um sich mit erfolgversprechenden Konzepten am Markt zu bewähren. Er nannte es einen Fehler, weitere Häuser zu schließen.

Angesichts der Entwicklung kam die Tarifkommission der Gewerkschaft am Mittwoch zu Beratungen zusammen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Entschieden wurde unter anderem, die Tarifverhandlungen trotz der angespannten Lage am Freitag (15. Mai/10.00) in Frankfurt am Main fortzusetzen.

"Die Beschäftigten in den betroffenen Filialen sind wütend und geschockt. Sie müssen einmal mehr die Zeche für falsche Managementkonzepte bezahlen", betonte Peukes. Bereits vor mehreren Wochen hatten Verdi-Vertreter öffentlich darauf hingewiesen, dass in den Tarifverhandlungen als letzte Eskalationsstufe Streiks möglich seien.

Die angeschlagene Warenhauskette Karstadt macht im Zuge ihrer Sanierung fünf weitere Warenhäuser dicht. Das hatte das Essener Warenhausunternehmen am Dienstag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mitgeteilt. Betroffen sind die Karstadt-Standorte in Recklinghausen, Bottrop, Dessau, Neumünster und Mönchengladbach-Rheydt.

Das Unternehmen begründete die Schließungen unter anderem mit einer seit Jahren negativen Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Standorte. Nach Gewerkschaftsangaben sind von den Schließungen 540 Beschäftigte betroffen. Karstadt hat derzeit noch rund 16 000 Beschäftigte./vd/uta/DP/she

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