15.03.2013 17:02:36

Ölpreise steigen nach US-Drohung in Richtung Iran und schwächerem Dollar

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag nach Drohungen von US-Präsident Barack Obama im Atomstreit mit dem wichtigen Förderland Iran leicht gestiegen. Außerdem erklärten Experten den Anstieg mit einem Kursrückgang beim US-Dollar. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Mai-Lieferung 110,06 US-Dollar. Das waren 1,10 Dollar mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im April stieg um 48 Cent auf 93,51 Dollar.

    Ein Kursrückgang des US-Dollar habe den Ölpreisen kurz vor dem Wochenende etwas Auftrieb verliehen, hieß es von Händlern. Ein schwächerer Dollar macht Öl in Staaten außerhalb des Dollar-Raums günstiger und sorgt für eine stärkere Nachfrage. Nach Einschätzung von Experten der Commerzbank sorgten aber auch Angebotsrisiken für Auftrieb bei den Ölpreisen. US-Präsident Obama hatte in einem Interview militärische Schritte gegen den Iran wegen dessen Atomprogramms nicht ausgeschlossen. Laut Obama ist das Land am Persischen Golf nur noch rund ein Jahr davon entfernt, eine Atombombe zu bauen.

    Trotz des Anstiegs der Ölpreise profitieren die Rohstoffmärkte aber nach wie vor wenig von der Kursrally an den Finanzmärkten. "Die vergleichsweise gute Stimmung an den Kapitalmärkten ist an den Rohstoffbörsen kaum spürbar", sagte Experte Frank Klumpp von der Landesbankbank Baden-Württemberg.

    Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) fiel hingegen zuletzt weiter zurück. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 105,88 US-Dollar. Das waren 17 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jkr/jsl

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