13.11.2012 14:04:37

Ölpreise geben weiter leicht nach

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag an die Vortagesverluste angeknüpft und sind weiter leicht abgerutscht. Experten erklärten den Verkaufsdruck mit der Sorge der Anleger vor einer Verschärfung der Euro-Schuldenkrise und vor der "Fiskalklippe" in den USA. Am frühen Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Dezember-Lieferung 108,47 US-Dollar. Das waren 60 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 31 Cent auf 85,31 Dollar.

 

    An den Ölmärkten habe eine "neue Welle von Sorgen über die Lage im angeschlagenen Euroland Griechenland und die sich nähernde Fiskalklippe in den USA" die Preise belastet, sagte ein Rohstoffexperte der schwedischen SEB-Bank. Griechenland muss am kommenden Freitag fällige Schulden von fünf Milliarden Euro begleichen, um eine Staatspleite zu vermeiden. Immerhin konnte das hochverschuldete Land am späten Vormittag rund vier Milliarden Euro an frischem Geld bei Investoren einsammeln.

 

    Experten nannten aber auch den langfristigen Ausblick für die Ölförderung der Internationalen Energieagentur (IEA) vom Vortag weiterhin als Ursache für den Verkaufsdruck beim Öl. Demnach sollen die USA in fünf Jahren zum größten Ölproduzenten der Welt aufsteigen, noch vor Russland und Saudi-Arabien. Ein massiver Anstieg der Ölförderung in den USA dürfte das Angebot an den Weltmärkten erhöhen.

 

    Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte hingegen zuletzt weiter zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 106,59 Dollar. Das waren 1,38 Dollar mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jkr/hbr

 

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