12.08.2013 22:14:59

Neue OZ: Kommentar zu Verkehr / Bahn

Osnabrück (ots) - Offenbarungseid

Mainz mit seinen massiven Problemen am Hauptbahnhof wird möglicherweise kein Einzelfall bleiben. Glaubt man der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, fehlen bei der Bahn 1000 Fahrdienstleiter. Das Unternehmen selbst räumt eine bundesweit angespannte Situation ein - ein Offenbarungseid. Womöglich ist es nur Glück oder dem Zufall zu verdanken, dass sich ähnliche Engpässe wie in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt nicht schon anderswo ergeben haben.

Man kennt so etwas auch aus der Privatwirtschaft. Um Gewinne zu maximieren, werden auf Teufel komm 'raus Kosten gedrückt - auf dem Rücken der Beschäftigten und zulasten der Qualität. Selbst angesehene Unternehmen wie Daimler machen da keine Ausnahme. Wegen mangelhafter Produkte rutschte das Ansehen des Autobauers zeitweise tief in den Keller.

Ähnlich ergeht es nun der Bahn, bei der seit der Privatisierung 1994 und dem vor einigen Jahren abgeblasenen Börsengang das Gewinnstreben deutlich ausgeprägt war. Das ist im Grunde nicht falsch. Nur besteht gutes Management darin, den Bogen nicht zu überspannen und nicht nur zu sparen, sondern zugleich klug zu investieren.

Bei der Bahn mit ihren massiven Personalproblemen ist hier deutlich erkennbar viel versäumt worden - höchste Zeit, die Weichen neu zu stellen in Richtung Qualität und Zukunftssicherung.

Uwe Westdörp

OTS: Neue Osnabrücker Zeitung newsroom: http://www.presseportal.de/pm/58964 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_58964.rss2

Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Eintrag hinzufügen
Hinweis: Sie möchten dieses Wertpapier günstig handeln? Sparen Sie sich unnötige Gebühren! Bei finanzen.net Brokerage handeln Sie Ihre Wertpapiere für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade? Hier informieren!
Es ist ein Fehler aufgetreten!