04.10.2013 22:14:59
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Neue OZ: Kommentar zu Freihandelsabkommen
Das Freihandelsabkommen, das Europa und die USA anstreben, könnte zum Jobturbo für die exportstarke deutsche Industrie werden. Unternehmen hätten es beispielsweise leichter, an amerikanische Regierungsaufträge zu kommen. Gemeinsame Industriestandards würden zudem den bürokratischen Aufwand beim Liefern komplexer Anlagen in die USA verringern.
Aber könnten die Betriebe in Deutschland die neuen Chancen überhaupt ergreifen? Wer soll die insgesamt 160 000 neuen Arbeitsplätze in der Bundesrepublik besetzen, die die Bertelsmann-Stiftung vorhersagt? Experten warnen: In zwölf Jahren werden der Wirtschaft sechs Millionen Arbeitskräfte weniger zur Verfügung stehen, falls in Deutschland keine deutlich bessere Bildungs- und Zuwanderungspolitik gemacht wird. Produzierende Unternehmen im Nordwesten Deutschlands fragen sich schon heute, wie sie in drei Jahren ihre frei werdenden Stellen besetzen sollen.
Darüber hinaus wirkt ein harmonisierter Wirtschaftsraum nicht nur von hier nach dort, sondern auch umgekehrt: Der Wettbewerb mit den innovativen amerikanischen Technologieunternehmen wird deutsche Firmen stark unter Druck setzen.
Auf lange Sicht sind die Amerikaner dabei im Vorteil: Die USA sind ein Einwanderungsland. Talentierte und bereits gut ausgebildete Menschen aus aller Welt fliegen der US-Wirtschaft nur so zu. Der deutschen bisher nicht.
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