02.01.2014 10:48:32

MÄRKTE EUROPA/Ermüdungserscheinungen - Fiat-Aktie startet durch

   Von Manuel Priego Thimmel

   Die europäischen Börsen können die Gewinne aus dem frühen Eröffnungsgeschäft am ersten Handelstag des neuen Jahres nicht halten. Im Handel ist von "Ermüdungserscheinungen" nach dem Kursschub in den letzten Handelstagen des alten Jahres die Rede. Der Dax fällt um 0,2 Prozent auf 9.537 Punkte zurück, nachdem er zuvor mit 9.620 Punkten ein neues Rekordhoch erklommen hatte. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,1 Prozent auf 3.105 nach unten. Im Tageshoch notierte der deutsche Leitindex bei 9.621. Bei den Einzelaktien haussiert die Fiat-Aktie nach dem Kauf der restlichen Anteile des US-Autobauers Chrysler.

   Hoffnung auf Besserung im Tagesverlauf macht ein Blick in die Vergangenheit. Der zeigt, dass ein guter Start in das jeweils neue Börsenjahr fast schon Tradition hat: Der DAX hat in den vergangenen fünf Jahren am ersten Handelstag stets zugelegt, im Schnitt um satte 2,2 Prozent. "Allerdings ist der DAX in diesem Zeitraum an den Jahresenden nie so stark gestiegen wie zum Jahresende 2013. Die Messlatte liegt also schon sehr hoch", warnt ein Händler.

   Leichter Gegenwind kommt aus Asien. In China ist sowohl der offizielle Einkaufsmanagerindex als auch das von der Bank HSBC ermittelte Pendant im Dezember gesunken. Beide konnten sich aber oberhalb der Expansion anzeigenden Schwelle von 50 halten. Gute Nachrichten von den Einkaufsmanagern aus Spanien, Italien und Deutschland werden derweil ignoriert, weil sie in Summe keine positive Überraschung lieferten. In Spanien ist der Einkaufsmanagerindex im Dezember in den Expansion anzeigenden Bereich von über 50 gestiegen. In Frankreich hat die Entwicklung dagegen enttäuscht. Europaweit ergab die zweite Lesung für Dezember einen Wert von 52,7, der die Konsensprognose exakt traf.

   Im Handel stellt man sich auf ein ruhiges und von geringen Volumen geprägtes Geschäft ein. Viele Teilnehmer dürften erst in der kommenden Woche wieder an die Märkte zurückkommen, erwartet Marktstratege Chris Weston von IG Markets. Darüber hinaus wird in der Schweiz wegen eines Feiertags gar nicht gehandelt. In Tokio ruht das Geschäft noch bis Beginn der kommenden Woche.

   Topstory zu Jahresbeginn am Aktienmarkt ist die Komplettübernahme von Chrysler durch Fiat. Die Nachricht wirke "wie ein Befreiungsschlag", heißt es. Die Fiat-Aktie macht einen Sprung von 13 Prozent auf 6,72 Euro und hat damit die jüngsten Höchststände um 6,50 Euro hinter sich gelassen und auch die Verbindungslinie der Höchststände von 2011 und 2013 bei 6,40 Euro durchbrochen. Die Italiener zahlen für die 41,5-Prozent-Beteiligung des Pensionsfonds der United Auto Workers insgesamt 4,35 Milliarden Dollar. "Der Preis sieht nach einem Schnäppchen aus, strategisch kann die Automobilarbeitergewerkschaft nun nicht mehr reinreden und auch das Timing stimmt", sagt ein Händler.

   Im DAX ist die RWE-Aktie mit Abschlägen von 1,5 Prozent bislang einer der Verlierer. Belastend wirkt ein Bericht im "Handelsblatt" über einen Vorratsbeschluss für eine Kapitalerhöhung. Dies rufe dem Markt den hohen Kapitalbedarf der Stromversorger in der Energiewende aufs Neue vor Augen, heißt es im Handel. E.ON-Papiere geben im Sog von RWE um 1,3 Prozent nach.

   Am Devisenmarkt kommt der Euro auf 1,3725 Dollar zurück, nachdem der Einheitswährung ein nachhaltiger Anstieg über das Niveau von 1,38 Dollar zunächst nicht geglückt ist. Ein solcher würde neues Aufwärtspotenzial Richtung 1,40 eröffnen. Das Gold ist fester ins Neue Jahr gestartet, der Preis steigt um rund 20 auf 1.220 Dollar je Feinunze.

   Die meisten Analysten rechnen angesichts geringerer Wertpapierkäufe durch die US-Notenbank erneut mit keinem guten Jahr für das Edelmetall, das zum einen als sicherer Anlagehafen in schwierigen Zeiten und zum anderen als Schutz gegen steigende Inflationserwartungen gilt.

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