Lufthansa Aktie
WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125
| Gesunkener Börsenwert |
15.06.2015 12:45:12
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Lufthansa-Aktie unter Druck: Abschied vom DAX?
Der geschrumpfte Börsenwert macht der deutschen Airline zu schaffen. Laut Menne bestehe sogar die Gefahr, dass die Lufthansa aus dem DAX fliegen könnte. Das sagte sie in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS): "Abgerechnet wird im September. Für uns ist ausschlaggebend, wie sich der Kurs bis dahin entwickelt. Gehts nach oben, bleiben wir sicher drin", sagte Menne gegenüber der Zeitung. Ihr sei der Verbleib im DAX-Index sehr wichtig, betonte sie: "Es gibt Fonds, die nur im DAX investiert sind. Diese Investoren würden wir verlieren".
Seit Anfang des Jahres haben die Anteilsscheine der größten deutschen Fluglinie annähernd 15 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Vor allem die Pilotenstreiks in den vergangenen Monaten belasteten den Konzern sehr. Außerdem sind nach dem Absturz des Germanwings-Airbus im April viele Fluggäste verunsichert und suchen sich andere Fortbewegungsmittel. Darunter leidet allerdings nicht nur Lufthansa, sondern die gesamte Flugbranche.
Der gesunkene Ölpreis und der damit verbundene günstige Kerosinpreis hatten der Lufthansa-Aktie um den Jahreswechsel herum noch großen Auftrieb gegeben, die fundamentalen Probleme im Lufthansa-Konzern konnten damit aber nicht überdeckt werden.
Lufthansa-Finanzvorstand Menne sagte in dem FAS-Interview weiter, dass sie unbedingt eine Verschlechterung des Ratings für den Konzern vermeiden wolle: "Falls wir noch eine Stufe abgestuft würden, kein 'Investmentgrade' mehr hätten, würde die Finanzierung sofort teurer. Und dann würden sich auch sofort Investoren verabschieden vom Unternehmen."
Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen greift die Lufthansa nun zu unkonventionellen Mitteln: Sie möchte die Daten ihrer Fluggäste zu Geld machen. "Nach Umsatz sind wir der größte Lufthansa-Konzern der Welt", so Menne weiter. "Aber die Märkte bewerten Google, Whatsapp nach ganz anderen Maßstäben - nur dank der Daten, die sie generieren. Unsere Kundendaten dagegen werden an der Börse überhaupt nicht bewertet, folglich müssen wir mehr daraus machen. Wir müssen arbeiten mit diesen Daten".
Bei den Anlegern sorgt diese Maßnahme - zumindest aktuell - noch nicht für große Euphorie. Und auch bei den Fluggästen dürfte dieses neue "Geschäftsmodell" weniger gut ankommen.
Von Markus Gentner/Redaktion finanzen.at
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