13.05.2013 18:39:30
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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte
INDEX Stand +-% Euro-Stoxx-50 2.777,39 -0,28% Stoxx-50 2.786,43 -0,27% DAX 8.279,29 +0,01% FTSE 6.631,76 +0,10% CAC 3.945,20 -0,22% DJIA 15.101,51 -0,11% S&P-500 1.635,41 +0,10% Nasdaq-Comp. 3.444,35 +0,23% Nasdaq-100 2.987,08 +0,20% Nikkei-225 14.782,21 +1,20% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 144,87 +20
+++++ FINANZMARKT USA +++++
Die Rekordjagd an den US-Aktienmärkten legt zu Wochenbeginn eine Pause ein. Anleger fürchten, dass die Zeit des billigen Geldes bald vorbei sein könnte. Laut Wall Street Journal hat die US-Notenbank schon eine Strategie für den Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm entworfen. Zudem sehen viele Teilnehmer den Markt als heißgelaufen an. Ermutigende Signale aus dem Einzelhandel vermochten die Stimmung nicht aufzuhellen. Die Branche hat im April auf Monatssicht überraschend den Umsatz um 0,1 Prozent gesteigert, während Volkswirte einen Rückgang um 0,4 Prozent prognostiziert hatten. Von den Lagerbeständen - sie haben im März stagniert - kam ebenfalls kaum ein Impuls. Der festere Dollar belastet die Preise für Rohöl und Gold. Die Feinunze Gold gibt um rund 1 Prozent auf 1.434 Dollar nach. Das Barrel Leichtöl der US-Sorte WTI verbilligt sich auf 94,57 Dollar von 96,04 am Freitag. Theravance springen um 15 Prozent nach oben. Der irische Pharmahersteller Elan wird Theravance eine Milliarde Dollar für eine Beteiligung an potenziellen künftigen Lizenzeinnahmen zahlen. First Solar (+4,7 Prozent) setzen ihren Siegeslauf aus der Vorwoche fort. Das Solarenergieunternehmen hatte in der letzten Woche von einem Vorpreschen in die Gewinnzone berichtet. J.C.Penney klettern um 2,6 Prozent nach oben. Der Einzelhändler verbrennt aktuell offenbar weniger Bargeld als vordem. Dagegen geht es mit Yum Brands um 2,5 Prozent bergab. Die Investoren stoßen sich am Umsatz der zu Yum gehörenden Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken, der in China wegen der Vogelgrippe im vergangenen Monat um 29 Prozent eingebrochen ist.
+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++
Gewinnmitnahmen haben am Montag das Bild an den europäischen Börsen bestimmt. Nach den vielen Allzeit- bzw Mehrjahreshochs der vergangenen Woche setzten Anleger auf Nummer sicher. Enttäuschende Daten zur chinesischen Industrieproduktion trübten die Stimmung zusätzlich und lasteten vor allem auf Bergwerksaktien wie Anglo American (-0,9 Prozent) und Rio Tinto (-1,2 Prozent). Stark unter Druck standen Fluglinienaktien, belastet von einem Bericht über einen SARS-Ausbruch in Frankreich. "Damit scheint sich die Befürchtung zu bewahrheiten, dass der Virus von Mensch zu Mensch übertragen wird", sagt ein Händler. Lufthansa verloren 2,1 Prozent. Hier belasteten zusätzlich Daten zum Verkehrsaufkommen im April. Air France-KLM gaben um knapp vier Prozent und IAG um 1,9 Prozent nach. Commerzbank büßten 4,7 Prozent ein. Die Bank will in Kürze das Kapital um 2,5 Milliarden Euro aufstocken. Das Handelsblatt berichtet unter Berufung auf Finanzkreise, die Bank platziere das Paket mit einem Abschlag von 35 Prozent zum aktuellen Aktienkurs.
+++++ Devisen +++++
DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.07 Uhr Fr, 18.49 Uhr EUR/USD 1,2982 -0,34% 1,3027 1,2972 EUR/JPY 132,3000 0,51% 131,6316 131,7738 EUR/CHF 1,2433 0,48% 1,2374 1,2389 USD/JPY 101,8880 0,85% 101,0305 101,5630 GBP/USD 1,5293 -0,85% 1,5425 1,5348
+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++
Der weitere Rückgang des Yen hat auch zu Wochenbeginn für steigende Kurse an der Börse in Tokio gesorgt. Grund war der anhaltende Anstieg des Dollar, befeuert durch einen Bericht, wonach die US-Notenbank einen Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm möglichst behutsam gestalten möchte. Gegenüber dem Yen stieg der Greenback zwischenzeitlich bis auf ein Tageshoch von 102,16 Yen, konnte dieses Niveau allerdings nicht behaupten. In Tokio trieb der schwache Yen den Nikkei-225 um weitere 1,2 Prozent auf 14.782 Punkte nach oben. Am Freitag hatte der Index im Verlauf mit 14.847 Punkten den höchsten Stand seit Januar 2008 erreicht. Damit hat der Nikkei-225 an den vergangenen fünf Handelstagen bereits um knapp acht Prozent zugelegt. Hauptprofiteure waren erneut die Exportwerte. Dazu kamen gute Unternehmensnachrichten. Hitachi rechnet für das laufende Jahr mit einem Anstieg des Nettogewinns um 20 Prozent und verweist zur Begründung vor allem auf den schwachen Yen. Im vergangenen Fiskaljahr hatte das Unternehmen beim Nettogewinn einen Einbruch um 50 Prozent verzeichnet. Hitachi stiegen um 7,8 Prozent. Dagegen zeigten sich die übrigen asiatischen Handelsplätze überwiegend mit Abgaben. In Hongkong und Schanghai sorgten Konjunkturdaten aus China für etwas Enttäuschung. So blieb die Industrieproduktion im April mit einem Plus von 9,3 Prozent hinter der Erwartung von plus 9,5 Prozent.
+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR
Lufthansa legt Piloten neues Angebot im Tarifstreit vor
In die schleppend laufenden Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Lufthansa und ihren Piloten ist Bewegung gekommen. "Kurz vor Ablauf unseres Ultimatums hat die Airline uns ein neues Angebot vorgelegt", sagte der Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, auf Anfrage.
Weitere Milliarden-Klage gegen Porsche Holding
Die Porsche SE muss sich in Deutschland einer weiteren Klage im Zuge der geplatzten VW-Übernahme stellen. Im aktuellen Fall wollen 25 Kläger eine Summe von 1,36 Milliarden Euro erstreiten, wie ein Sprecher des Landgerichts Stuttgart sagte.
Schaeffler kündigt Investorenvereinbarung mit Continental
Der Automobilzulieferer Schaeffler hat über vier Jahre nach seinem Einstieg beim Wettbewerber Continental eine Investorenvereinbarung mit den Hannoveranern gekündigt. Mit dieser Vereinbarung hatten die beiden Unternehmen im August 2008 ihre Übernahmeschlacht beigelegt.
Alno will auch in Hongkong in die Küchen
Der Küchenhersteller Almo hat seine Präsenz auf dem chinesischen Markt weiter ausgebaut. Durch eine neue Partnerschaft mit dem Vertriebspartner Shun Hing Group vertreibt das Unternehmen seine Produkte nun auch in Hongkong. Im Oktober wird Shun Hing dort den ersten Alno-Flagshipstore eröffnen.
Edel AG wächst im Digitalgeschäft, aber Gewinn sinkt
Vor allem im Bereich des Digitalvertriebs hat die Edel AG im Halbjahr per Ende März 2013 ihren Umsatz deutlich ausgebaut. Die Tochter Kontor New Media GmbH setzte mit dem Vertrieb an Plattformen wie Amazon oder iTunes mit 12,7 Millionen Euro 24 Prozent mehr um, während der Gesamtumsatz nur um 4 Prozent auf 82,6 Millionen Euro stieg.
Zulieferer FTE Automotive an Finanzinvestor Bain verkauft
Der Kfz-Zulieferer FTE Automotive bekommt einen neuen Eigentümer. Wie der Private Equity-Finanzierer PAI Partners mitteilte, hat er sich mit dem Finanzinvestor Bain Capital über den Verkauf des bayerischen Mittelständlers geeinigt.
Karstadt steigt aus Tarifbindung für Einzelhandel aus
Auf die Beschäftigten der kriselnden Warenhauskette Karstadt kommen neue Einschnitte zu. Ab sofort und für die kommenden beiden Jahre steige das Unternehmen aus der Tarifbindung für den Einzelhandel aus, teilte Karstadt mit. Damit entfallen für die Mitarbeiter bis 2015 Gehaltserhöhungen, die durch Tarifverträge vereinbart werden.
Dell fordert mehr Informationen von Icahn und Southeastern
Im Bieterwettstreit um den angeschlagenen Computerkonzern Dell stoßen die Großaktionäre Carl Icahn und Southeastern mit ihrer Offerte auf Skepsis. Das Sonderkomitee des Dell-Verwaltungsrates fordert von den beiden Investoren mehr Informationen: Es sei nicht klar, ob es sich bei dem Gebot um eine "tatsächliche Kaufofferte" handele - oder um eine Alternative für den Fall, dass der anstehende Verkauf an den Finanzinvestor Silver Lake Partners und den Gründer Michael Dell scheitere.
Produktionsstopp in Fiat-Werken wegen fehlender Teile
Wegen fehlender Bauteile ist in zwei europäischen Werke des italienischen Autobauers Fiat die Produktion gestoppt worden. Ein Zulieferer habe nicht geliefert, teilte die Fiat SpA mit. Dies sei ein "ernsthaftes Problem", durch das sowohl der Autobauer als auch andere Zulieferer "Schaden nehmen" würden.
US-Behörden ermitteln bei Schweizer Privatbank NPB
Im Steuerstreit zwischen den USA und der Schweiz haben die amerikanischen Behörden jetzt die Zürcher Privatbank NPB im Visier. Die auf die Vermögensverwaltung spezialisierte Bank bestätige die Ermittlungen des US-Justizministeriums. Ein Sprecher erklärte, die NPB Neue Privat Bank AG kooperiere mit den US-Ermittlungen im Einklang mit Schweizer Recht, wollte sich zu den Einzelheiten aber nicht äußern.
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May 13, 2013 12:09 ET (16:09 GMT)
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