13.05.2013 18:40:30

EU-Kommission will auch Inhaber großer Konten schützen - Zeitung

   Die EU-Kommission will nach Informationen des Handelsblatts bei Bankpleiten nicht nur kleine Sparer schützen, sondern auch wohlhabende Anleger bevorzugt behandeln. Die staatliche Garantie für Sparkonten bis zu 100.000 Euro reiche nicht aus, zitiert das Blatt aus EU-Kommissionskreisen. Wenn die Inhaber größerer Konten bei einer Schieflage ihrer Bank um ihre Einlagen fürchten müssten, dann würden sie womöglich die Schalter stürmen und ihre Konten räumen. Um diese Gefahr auszuschließen, müsste es eine "Präferenz" für alle Einleger geben.

   Einen entsprechenden Passus will die EU-Kommission in den bereits vorliegenden Richtlinienentwurf zur Bankenabwicklung einfügen. Das bedeutet, dass Kontoinhaber in der Haftungskaskade besser gestellt würden als die Gläubiger mit Vorrangstatus. Für diese Gläubiger wiederum würde sich das Verlustrisiko deutlich erhöhen.

   Die EU-Finanzminister beraten am Dienstag in Brüssel über den Vorstoß der EU-Kommission. Großbritannien und Frankreich hätten sich bereits im Vorfeld gegen die Besserstellung wohlhabender Anleger ausgesprochen, sagten EU-Diplomaten. Beide Länder wollen im Falle einer Bankpleite auch künftig selbst darüber entscheiden, ob und welche Sparer sie an den Abwicklungskosten beteiligen. Einheitliche EU-Regeln dazu lehnen sie ab. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die irische EU-Präsidentschaft würden hingegen eine gesetzliche Besserstellung auch großer Guthaben unterstützen.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/apo

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   May 13, 2013 12:09 ET (16:09 GMT)

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