15.12.2014 16:44:47

dpa-AFX Überblick: VERMISCHTES vom 15.12.2014 - 16.40 Uhr

Mutmaßlicher Hoeneß-Erpresser gesteht vor Gericht

München - Der mutmaßliche Erpresser von Uli Hoeneß hat vor Gericht ein umfassendes Geständnis abgelegt. "Ich befand mich damals in einer absolut verzweifelten Situation", gab der 51-Jährige in einer von seinem Anwalt verlesenen Erklärung am Montag vor dem Landgericht München an. Die Übernahme eines Lotto-Geschäftes habe ihn und seine Freundin finanziell ruiniert. "Die Schulden häuften sich, es kam zu Pfändungen bei meiner Lebensgefährtin." Der an Diabetes erkrankte Mann habe sich die Krankenversicherung nicht mehr leisten können.

Tausendfacher Kindesmissbrauch - Vater gesteht vor Gericht

Berlin - 3713 Übergriffe sind in der Anklage aufgelistet: Ein Vater hat zugegeben, seine beiden Töchter und seinen Sohn jahrelang sexuell missbraucht zu haben. Vor dem Berliner Landgericht legte der 42-Jährige am Montag ein umfassendes Geständnis ab. Zu den ersten Taten sei es beim Kuscheln gekommen, sagte der Angeklagte zu Prozessbeginn. Die Richter erließen Haftbefehl gegen den Mann. "Weil mit einer erheblichen Strafe zu rechnen ist, besteht Fluchtgefahr", begründeten sie ihre Entscheidung. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Tatzeitraum von 14 Jahren aus. Die beiden Töchter sind heute 19 und 17 Jahre alt, der Sohn 11.

Kunstberater Achenbach gesteht unter Tränen: "Unverzeihlich"

Essen - Der wegen Millionenbetrugs an reichen Kunden angeklagte Düsseldorfer Kunstberater Helge Achenbach hat unter Tränen ein Teilgeständnis abgelegt. Er habe bei einigen Kunstverkäufen an den Milliardär und Aldi-Erben Berthold Albrecht "unberechtigte Aufschläge" vorgenommen und Rechnungen eigenhändig verändert, sagte Achenbach (62) am Montag vor dem Landgericht Essen. Bei den Oldtimer-Verkäufen habe er seinen Duzfreund Albrecht, der 2012 starb, aber nicht getäuscht, betonte Achenbach. Diese Aufschläge seien Albrecht bekannt gewesen.

Vermutete Geiselnahme in Belgien beendet - drei Festnahmen

Gent - Belgische Spezialkräfte haben am Montagmittag eine vermutete Geiselnahme im belgischen Gent mit einem Sturm auf eine Wohnung beendet. Drei Verdächtige wurden nach Berichten der Nachrichtenagentur Belga und des Senders VRT festgenommen. Das mutmaßliche Opfer blieb unverletzt. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gibt es laut Staatsanwaltschaft nicht.Ein Augenzeuge hatte laut Staatsanwaltschaft berichtet, die Männer seien mit Kalaschnikows bewaffnet gewesen. Bei der Durchsuchung des Apartments wurden jedoch keine Waffen gefunden, berichtete VRT.

"Journalisten des Jahres": Lebenswerk-Preis für Schirrmacher

Frankfurt/Berlin - Ein halbes Jahr nach seinem Tod wird "FAZ"-Mitherausgeber Frank Schirrmacher noch einmal geehrt. Die Jury des Preises "Journalisten des Jahres" sprach ihm die Auszeichnung für das Lebenswerk zu. Das sagte die Chefredakteurin des Fachblattes "medium magazin", Annette Milz, am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Das "medium magazin" verleiht den Preis. "Frank Schirrmacher wird postum für sein Lebenswerk geehrt, weil er die intellektuellen Debatten dieser Republik wie kein anderer Journalist gefördert und geprägt hat", heißt es zur Begründung. Seit 1994 war Schirrmacher einer der Herausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ"). Erfolgreich war er auch als Autor von Büchern wie "Das Methusalem-Komplott".

Conchita Wurst: Toleranz ist nicht genug

Wien - Der Sieg der österreichischen Dragqueen Conchita Wurst (26) beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen wurde oft als Sieg der Toleranz gewertet - doch Toleranz ist ihr nicht genug. "Ich will nicht toleriert werden, ich will akzeptiert werden", sagte Wurst im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Sie selbst versuche auch, allen Menschen Respekt entgegenzubringen. Wurst - mit bürgerlichem Namen Tom Neuwirth - genieße es zudem, ohne Schminke und Perücke nach wie vor kaum erkannt zu werden. "Mein Privatleben soll auch mein Privatleben bleiben." Im Mai 2014 hatte Conchita Wurst den Song Contest mit der pompösen Ballade "Rise Like A Phoenix" gewonnen./n1/DP/stw

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