NIKKEI 225
Geändert am: 21.06.2021 22:06:35
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Dow geht stärker aus dem Montagshandel -- ATX schlussendlich fester -- DAX legt bis Handelsende zu -- Asiens Börsen letztlich in Rot
AUSTRIA
Der heimische Aktienmarkt verbuchte am Montag einen Gewinn.
So gab der ATX bereits zu Handelsbeginn kräftig ab und präsentierte sich auch anschliessend in Rot. Im weiteren Verlauf wechselten jedoch die Vorzeichen, sodass der Leitindex 0,44 Prozent fester bei 3.449,37 Punkten schloss.
Grund für die zunächst getrübte Stimmung war laut Marktbeobachtern die Aussicht auf eine Zinserhöhung der Fed. Zuletzt hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass eine solche früher als erwartet geplant sein könnte. Ausserdem sorgte die Corona-Variante Delta für Nervösität an den Märkten.
Datenseitig gab es am Montag keine Neuigkeiten zu vermelden - der Konjunkturdatenkalender blieb zum Wochenauftakt leer. Hierbei dürfte es laut den Experten der Helaba erst am Mittwoch spannend werden, wenn einige wichtige Veröffentlichungen aus der Eurozone und den USA anstehen.
Aus Unternehmenssicht gab es eine Meldung aus der österreichischen Industrie. Wie am Montag bekannt wurde, wird der Anlagenbauer Andritz eine der Kartonmaschinen bei dem steirischen Kartonherstellers Mayr-Melnhof modernisieren.
DEUTSCHLAND
Am Montag zog der deutsche Leitindex an.
Zwar startete der DAX zunächst schwächer, im weiteren Handelsverlauf konnte er jedoch ins Plus drehen. Schlussendlich gewann er 1,00 Prozent auf 15.603,24 Einheiten hinzu.
Nachdem der DAX vor einer Woche bei gut 15.800 Punkten noch einen Rekord aufgestellt hatte, trieben die Gefahren der Corona-Variante Delta und Sorgen vor einer doch früher als gedachten US-Zinswende die Anleger zum Auftakt noch weiter um. Der Leitindex rutschte am Morgen kurz unter die 50-Tage-Linie, die als Indikator für den mittelfristigen Trend gilt. Wie schon zweimal im Mai konnte er sich dort aber schnell stabilisieren. Börsianern zufolge hätte erst ein nachhaltiger Fall unter die Linie charttechnisches Ungemach bedeutet. Auf Unternehmensseite standen die Aktien von Varta im Rampenlicht, nachdem eine Meldung Fantasien für eine Kooperation mit Porsche einen Dämpfer verpasst hatten.
WALL STREET
Nach der Talfahrt zum Wochenschluss erholte sich die Wall Street am Montag.
Der Dow Jones hatte mit einem minimalen Plus eröffnet und vergrößerte dieses im weiteren Handelsverlauf deutlich. Schlussendlich kletterte der US-Leitindex um 1,76 Prozent auf 33.876,65 Punkte. Auch der NASDAQ Composite war mit einem kleinen Gewinn gestartet und baute diesen anschließend aus. Zur Schlussglocke stand dann ein Plus von 0,79 Prozent bei 14.141,48 Zählern auf der Kurstafel.
Die Sorgen vor geldpolitischen Straffungen bis hin zu einer früheren Zinswende hatten den Dow-Jones-Index den höchsten Verlust seit über sieben Monaten beschert. Doch die Stimmung scheint sich wieder zugunsten von Aktien zu drehen. Mit der angestosnen Diskussion um ein Zurückfahren der Wertpapierkäufe und einer früheren Zinswende sanken Rohstoffpreise und der Dollar wertete auf - beide Effekte drücken die Inflationserwartungen in den USA.
"Für die meisten Investoren quer durch alle Anlageklassen gibt es einfach keine Alternative zu Aktien", sagte Chefmarktstratege Fahad Kamal von Kleinwort Hambros. "Der Markt ist konzentriert auf die Entwicklung der Zinsen und die Aussagen der Federal Reserve", ergänzte Nadege Dufosse vom Vermögensverwalter Candriam. Die Aktienkurse dürften trotz verstärkter Volatilität in etwa auf dem aktuellen Niveau verharren, sofern die Marktstimmung sich nicht in eine Richtung verlagere, vermutete sie.
ASIEN
Die asiatischen Indizes gaben am Montag mehrheitlich nach.
Der Nikkei in Tokio schloss mit einem Verlust von 3,29 Prozent bei 28.010,93 Indexpunkten.
Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite bis Handelsschluss leicht um 0,12 Prozent auf 3.529,18 Zähler. Der Hang Seng fiel um 1,08 Prozent auf 28.489,00 Zähler.
Die Sorge von einer womöglich doch früher als gedachten geldpolitischen Straffung durch die US-Notenbank Fed hat die Börsen Asiens am Montag deutlich nach unten gezogen. Zudem machen sich Befürchtungen breit, dass angesichts der Delta-Variante des Corona-Virus eine weitere Welle droht.
Nach der Ansicht des Präsidenten der regionalen US-Notenbank Fed von St. Louis, James Bullard, erfordert die Inflationsentwicklung womöglich eine Leitzinserhöhung schon Ende 2022. Das hatte am Freitag bereits die Anleger in Europa und den USA verunsichert und auf hohen Kursniveaus für Gewinnmitnahmen gesorgt. Erst zwei Tage zuvor hatten die Zinsprojektionen der Fed auf eine Leitzinsanhebung erst im Jahr 2023 hingedeutet.
Die Äusserungen Bullards hätten somit die Fed-Kommunikation der letzten Monate untergraben, sich mit einer Straffung Zeit zu lassen, erklärte Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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Dow Jones | 43 433,12 | -0,43% | |
NASDAQ Comp. | 19 075,26 | 0,26% | |
NIKKEI 225 | 38 256,17 | 0,30% | |
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ATX | 4 218,61 | -0,27% | |
Shanghai Composite | 3 380,21 | 1,02% |