HDAX
21.02.2013 14:12:31
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Bei Rhön-Klinikum muss jetzt aufgeräumt werden
Von Heide Oberhauser-Aslan
Schwache Zahlen und viele ungelöste Probleme. Knapp ein halbes Jahr, nachdem der Gesundheitskonzern Fresenius den Versuch zur Übernahme des Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum abgebrochen hat, zeigt auch die Bilanz, dass das einstige Aushängeschild der privaten deutschen Klinikkonzerne gegen den Abwärtstrend kämpft.
Der gescheiterte Übernahmeversuch hat nicht nur einen Berg Kosten verursacht, etwa für Berater und ausscheidende Manager. Auch zeigt sich im operativen Geschäft, dass das Management anderweitig gebunden war. Zudem kommt Rhön mit der Restrukturierung der konzerneigenen Uniklinik Gießen-Marburg nur sehr langsam voran.
Die Jahresbilanz spiegelt die Probleme wider. Zwar erlöste der Konzern 9 Prozent mehr als im Vorjahr, weil die Patientenzahlen deutlich anzogen. Doch der Konzerngewinn schmolz kräftig, um 43 Prozent auf 92 Millionen Euro. Obwohl Analysten nach zwei Gewinnwarnungen eigentlich vorgewarnt waren, fielen die Zahlen am Ende noch etwas schwächer aus, als sie es erwartet hatten.
Eine schwierige Ausgangslage für den neuen Rhön-Chef Martin Siebert, um das Vertrauen des Kapitalmarktes zurückzugewinnen. Angesichts der Probleme wagte er nur eine vorsichtige Prognose. Zwar will er 2013 Umsatz und Ergebnis steigern. Doch mit einem angepeilten Konzerngewinn von 110 Millionen Euro mit bis 5 Prozent Spielraum nach oben oder unten, wäre das auch im günstigsten Fall deutlich weniger als die 161 Millionen Euro des Jahres 2011.
Um Rhön Klinikum zu alter Stärke zurückzuführen, muss der Vorstand gleich auf mehreren Feldern ackern. Da muss zum einen das operative Geschäft wieder auf Vordermann gebracht und zum anderen für die schwierige Aktionärsstruktur eine Lösung gefunden werden, die den Konzern derzeit noch lähmt.
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