07.10.2017 05:30:00

APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K - 05.30 Uhr

Kein Ende der rot-schwarzen Schlammschlacht in Sicht

Wien - Der Nationalratswahlkampf hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Nachdem nun ein enger Mitarbeiter von ÖVP-Chef Sebastian Kurz quasi der Anleitung zur Spionage bei der SPÖ beschuldigt wird, muss sich die Justiz auf unterschiedlichen Ebenen mit der "Dirty Campaigning"-Causa auseinandersetzen. Sowohl SPÖ als auch ÖVP kündigten am Freitag Sachverhaltsdarstellungen an. Die anderen Parteien zeigten sich ob der Ereignisse um das Image des Landes besorgt.

Eurofighter-Produzent befürchtet hohe Strafen wegen Korruptionsermittlungen

Toulouse - Der Flugzeugkonzern Airbus, dem auch Schmiergeldzahlungen beim Eurofighter-Deal mit Österreich vorgeworfen werden, stellt sich auf hohe Strafen wegen Korruptionsermittlungen ein. Die in mehreren Ländern laufenden Ermittlungen hätten "potenziell ernste Konsequenzen - einschließlich hoher Strafen für das Unternehmen", schrieb Airbus-Chef Tom Enders in einem Brief an seine Mitarbeiter. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, dass deutsche Ermittler auf über hundert mögliche Korruptionszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe gestoßen sind.

Demos gegen Kataloniens Abspaltung - EU-Spitzenpolitiker warnt vor Eurokrise

Madrid - In Spanien wollen am Samstag die Gegner einer Unabhängigkeit der Autonomen Region Katalonien auf die Straße gehen. Demonstrationen sind in Madrid, Barcelona und anderen Städten geplant. Der katalanische Regionalregierung hatte am Freitag das Endergebnis des umstrittenen Unabhängigkeitsreferendums bekanntgegeben, die Unabhängigkeit soll Anfang nächster Woche ausgerufen werden. Der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei im EU-Parlament, Manfred Weber, warnte indes vor einem "europäischen Flächenbrand" durch eine mögliche Sezession Kataloniens, die sogar zu einer neuen Eurokrise führen könnte.

Diplomaten: Iran offen für Gespräche über Raketenprogramm

Teheran - Der Iran hat Insidern zufolge Bereitschaft zu Verhandlungen über sein umstrittenes Raketenprogramm signalisiert. Die Teheraner Regierung habe ihre Gesprächsbereitschaft am Rande der jüngsten UNO-Vollversammlung angedeutet, sagten mit den Vorgängen vertraute Vertreter des Iran sowie westlicher Staaten. Die US-Regierung lehnte eine Stellungnahme ab. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor neuerlich harte Töne gegenüber Teheran angeschlagen und für kommende Woche eine Aufkündigung des Iran-Atomdeals angedroht.

Russische Opposition plant Massenproteste gegen Putin

St. Petersburg - Zum Geburtstag von Kremlchef Wladimir Putin hat der russische Oppositionelle Alexej Nawalny am Samstag zu landesweiten Massenprotesten in rund 80 Städten aufgerufen. Die größte Demonstration wird in St. Petersburg erwartet, Putins Heimatstadt. In den meisten Orten sind die Kundgebungen nicht erlaubt. Beobachter halten daher Festnahmen und eine Gewalteskalation für wahrscheinlich. Der Politiker Nawalny selbst kann nicht demonstrieren. Er sitzt wegen des mehrfachen Aufrufs zu nicht genehmigten Protesten in Arrest.

Kiew lehnte Auslieferung von Peter Seisenbacher ab

Kiew/Wien - Das ukrainische Justizministerium hat am Freitag die Auslieferung des zweifachen Judo-Olympiasiegers Peter Seisenbacher nach Österreich abgelehnt. Gleichzeitig forderte ihn die ukrainische Migrationsbehörde jedoch auf, innerhalb von fünf Tagen freiwillig das Land zu verlassen. Das bestätigte eine Sprecherin des österreichischen Justizministeriums. Nach derzeitigem Stand könnte Seisenbacher nur nach Österreich ausreisen, da er keinen gültigen Pass besitzt. Sein Anwalt bemüht sich um eine Verlängerung der Ausreisefrist.

US-Polizei nach Massenmord in Las Vegas völlig ratlos

Las Vegas - Auf der Suche nach einem Motiv des Massenmörders von Las Vegas kommen die Ermittler nicht voran. "Wir alle wollen Antworten", sagte Sheriff Kevin McMahill am Freitag vor Medien in Las Vegas. "Wir haben aber keine glaubhaften Informationen, über die wir berichten könnten." McMahill war sichtbar frustriert. Man habe jeden Stein umgedreht und tausend verschiedene Ansätze verfolgt - ohne Erfolg. Eine Verbindung zum internationalen Terrorismus gebe es weiterhin nicht, betonte McMahill.

Probealarm: Am Samstag heulen mehr als 8.000 Sirenen

Wien - In Österreich heulen am Samstag rund 8.200 Sirenen. Zwischen 12.00 und 12.45 Uhr wird wie an jedem ersten Samstag im Oktober der bundesweite Zivilschutz-Probealarm durchgeführt. Zunächst sollen für 15 Sekunden alle Sirenen "probeweise" heulen, danach folgen die Zivilschutzsignale "Warnung", "Alarm" und "Entwarnung". Erstmals erfolgt auch eine Testauslösung über das neue App-basierte Bevölkerungswarnsystem "Katwarn Österreich/Austria".

(Schluss) vos

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