28.05.2015 18:11:40

Aktien Wien Schluss: Banken und Voestalpine unter Druck

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit starken Verlusten geschlossen. Der ATX fiel um 1,46 Prozent auf 2576,43 Punkte. Im Verlauf ging es europaweit im Sog einer schwachen Stimmung an der Wall Street noch mal tiefer in die Minuszone. Die widersprüchlichen Signale im griechischen Schuldenstreit hatten bereits zuvor belastet. Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras sprach bereits von einer Einigung in greifbarer Nähe. Dagegen hieß es aus Reihen der Gläubiger übereinstimmend, dass es noch keinen Durchbruch gebe.

Am heimischen Markt zeigte die voestalpine -Aktie mit einem Kursabschlag von 5,45 Prozent auf 38,11 Euro die auffälligste Bewegung. Hier könnte eine Abstufung durch die Citigroup belastet haben. Die Analysten nahmen ihr Anlagevotum für die Stahlaktie von "buy" auf "neutral" zurück.

Verkaufsdruck gab es auch bei den schwergewichteten Banken zu sehen. Die Raiffeisen (Raiffeisen Bank International) -Aktien knickten in einem schwachen europäischen Sektor um 3,99 Prozent auf 13,95 Euro ein. Erste Group (Erste Group Bank) gaben 1,98 Prozent auf 26,42 Euro nach.

In Wien setzt sich zudem die Berichtssaison mit den präsentierten Zahlen von EVN, CA Immo, Warimpex und s Immo fort. EVN-Anteilsscheine gaben um 1,72 Prozent auf 10,26 Euro nach. Der niederösterreichische Energieversorger hat im ersten Geschäftshalbjahr 2014/15 wie erwartet bessere operative Ergebnisse erzielt, der Nettogewinn stagnierte jedoch.

CA Immo-Papiere legten hingegen um 1,76 Prozent auf 16,21 Euro zu. Das Immobilienunternehmen hat bis März unterm Strich unerwartet gut verdient und erhöht die Unternehmensziele. s Immo hat im ersten Quartal 2015 bei leicht fallenden Erlösen um gut 20 Prozent mehr verdient. Der Periodenüberschuss stieg auf 8,1 Millionen Euro. Die Aktie ging mit einem kleinen Plus von 0,11 Prozent auf 8,01 Euro aus dem Börsentag.

Warimpex-Aktien ermäßigten sich um 0,54 Prozent 0,93 Euro. Der Hotelbetreiber und Immobilienentwickler leidet weiter unter der Russland-Krise. Im ersten Quartal 2015 sackte der Umsatz um 29 Prozent auf 11 Millionen Euro ab und auch operativ war man schwächer unterwegs.

Zum Wochenschluss wird auch die Strabag über ihre Erstquartalszahlen berichten. Im Vorfeld der Ergebnisvorlage schlossen die Papiere des Baukonzerns mit einem Plus von 1,09 Prozent bei 21,76 Euro.

Mit einer Hochstufung meldeten sich die Analysten von der RCB. Die Experten erhöhten ihre Anlageempfehlung für die Aktien der Vienna Insurance Group (VIG) von "hold" auf "buy". Die VIG-Papiere fielen um moderate 0,11 Prozent auf 35,16 Euro./ste/APA/jha

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