07.05.2014 18:37:48

Aktien Wien Schluss: ATX schließt zur Wochenmitte im Minus

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat den Handel am Mittwoch mit etwas tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 0,39 Prozent auf 2 470,74 Punkte. Dagegen hellte sich die Stimmung an den europäischen Leitbörsen im Tagesverlauf teilweise etwas auf, einige Märkte schafften nach einem schwachen Frühhandel sogar den Sprung ins Plus. Die Hoffnung auf eine politische Lösung im Ukraine-Konflikt verlieh den Börsen am Nachmittag etwas Auftrieb, hieß es aus dem Handel.

An die Spitze der Kurstafel setzten sich Raiffeisen (Raiffeisen Bank International) mit plus 5,78 Prozent auf 22,96 Euro. Die RBI erzielt einen Großteil ihres Gewinns in Russland. Wie die Moskauer Tageszeitung "Iswestija" berichtete, haben Kunden der 60 ausländischen Banken in Russland im März insgesamt 63 Milliarden Rubel (1,27 Milliarden Euro) von ihren Konten abgezogen. Die Einlagen bei der russischen Raiffeisenbank gingen dem Bericht zufolge im März um 17,5 Milliarden auf 485,2 Milliarden Rubel (9,80 Milliarden Euro, minus 3,5 Prozent) zurück. Damit ist die RBI-Tochter aber vom Einlagenabzug deutlich weniger betroffen als andere Banken.

Die Aktien des Branchenkollegen Erste Group (Erste Group Bank) fielen indessen um 1,56 Prozent auf 23,60 Euro. Unter den weiteren Indexschwergewichten belasteten zudem OMV mit minus 2,54 Prozent auf 32,44 Euro den ATX.

Größter Verlierer im ATX waren indessen Conwert. Das Immobilienunternehmen will sein Deutschlandportfolio behalten. Das Unternehmen habe sich entschieden, ein Angebot für den Geschäftsbereich nicht weiter zu verfolgen, sagte Firmenchef Clemens Schneider. Einem Insider zufolge hat Ex-Conwert-Verwaltungsratschef Johannes Meran gemeinsam mit einem Konsortium 750 bis 800 Millionen Euro für das Deutschland-Geschäft der Firma geboten. Conwert sackten um 3,02 Prozent auf 9,89 Euro ab.

Daneben standen einige Unternehmensergebnisse im Blickpunkt. Verbund gaben 1,30 Prozent auf 13,67 Euro ab. Der Versorger meldete im ersten Quartal einen starken Gewinnrückgang. Der Nettogewinn halbierte sich beinahe auf 40,9 Millionen Euro (nach 77 Millionen Euro ein Jahr davor). Auch das operative Ergebnis (Ebit) sackte auf 111 Millionen Euro ab, eine Verringerung um fast 53 Prozent. Damit fielen die Zahlen etwas schwächer aus als von Analysten erwartet. Als Grund wurden eine schwache Wasserführung und die niedrigen Strompreise genannt.

Dagegen konnte Palfinger sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis (Ebit) Steigerungen verzeichnen. Bei dem Kranhersteller kletterte der Umsatz um 18,5 Prozent auf 267,6 Millionen Euro, das Ebit legte um 11,3 Prozent auf 20,1 Millionen Euro zu. Dennoch schlossen die Palfinger-Titel um 2,63 Prozent leichter bei 27,23 Euro.

Indessen kletterten Polytec nach Bilanzvorlage um klare 2,56 Prozent auf 7,60 Euro nach oben. Der Zulieferer konnte seinen Umsatz in den ersten drei Monaten um 6,3 Prozent auf 117,9 Millionen Euro steigern. Das Ebit legte um 4,9 Prozent auf 4,3 Millionen Euro zu. Damit lagen die Ergebnisse leicht über den Erwartungen./bel/APA/stb

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