20.06.2013 17:01:31
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Airbus-Chef sorgt sich weiter um starken Euro
Von David Pearson
LE BOURGET--Für den europäischen Flugzeugbauer Airbus ist der starke Euro weiterhin Grund zur Sorge. Airbus-CEO Fabrice Bregier sagte am Donnerstag, die Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar könne das exportabhängige Wachstum des Flugzeugbauers trotz der starken Nachfrage für Passagiermaschinen insbesondere aus Asien dämpfen.
Bregier hatte sich schon zuvor besorgt gezeigt, dass die Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar den Konzern zu weiteren Kostensenkungen oder Einsparungen zwingen könnte. Airbus könne mit einem Euro-Kurs von rund 1,33 bis 1,34 Dollar leben. Das Ziel sei aber ein Wechselkurs von dauerhaft unter 1,30 Dollar. "Wir müssen einen Euro unter 1,30 Dollar haben", sagte der Airbus-Chef auf der Pariser Luftfahrtmesse.
Der Euro fiel im frühen Handel am Donnerstag auf rund 1,32 Dollar, von etwa 1,34 Dollar im nachbörslichen US-Handel, nachdem die US-Notenbank eine Straffung der Geldpolitik im kommenden Jahr signalisiert hatte. Vor einem Monat handelte die europäische Einheitswährung näher bei 1,28 Dollar - für Bregier ein Wunsch-Kurs.
"Es ist gut, sich daran zu erinnern, dass Unternehmen, die exportieren, mit den amerikanischen Konkurrenten im Wettbewerb stehen, in unserem Fall zu 100 Prozent", sagte Bregier mit Bezug auf den Airbus-Erzrivalen Boeing.
Airbus sichert seine Währungsrisiken ab und hat zudem Produktionsanlagen in den USA und China, um nicht ganz so stark von Euro-Dollar-Kurs abhängig zu sein. Allerdings wickelt der Hersteller alle seine Flugzeugverkäufe in der US-Währung ab.
Aktuell sei die Verkehrsflugzeugbranche in guter Verfassung, vor allem, da die Nachfrage in Asien weiter stark sei. Airbus konnte auf der Pariser Luftfahrtmesse 466 Bestellungen und Kaufvereinbarungen von Kunden verzeichnen - zusätzlich zu den 516 Aufträgen, die die EADS-Tochter schon vor der Messe in den Büchern hatte. Damit hat der Hersteller die mehr als 800 Bestellungen schon erreicht, die Bregier für dieses Jahr insgesamt in Aussicht gestellt hatte. "Wir hatten ehrlich gesagt weniger erwartet", sagte der Manager zu den Zahlen von der Messe.
Die fehlenden neuen Aufträge asiatischer Kunden für die neue Langstreckenmaschine A350 ist für Bregier kein Grund zur Sorge. Viele Kunden hätten die Jets bereits bestellt und danach weiterhin kleinere Flugzeuge wie den A320 geordert. Das Flugzeug-Leasing-Unternehmen Hongkong Aviation Capital hat beispielsweise den Kauf von 40 A320neo und 20 A321neo vereinbart.
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June 20, 2013 10:30 ET (14:30 GMT)
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