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Goldpreis und Ölpreis 06.05.2026 07:29:15

Goldpreis: Markanter Anstieg dank geopolitischer Entspannung

Goldpreis: Markanter Anstieg dank geopolitischer Entspannung

von Jörg Bernhard

Profitiert hat die Krisenwährung vom schwächeren Dollar, während nachgebende Ölpreise die Sorgen vor Inflation und längerfristig hohen Zinsen linderten. Hintergrund sind Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag, dass er eine Operation zur Begleitung von Schiffen durch die Straße von Hormus vorübergehend pausieren werde. Grund seien Fortschritte auf dem Weg zu einem umfassenden Abkommen mit dem Iran. Grundsätzlich ist jedoch zu befürchten, dass sich beide Seiten aufgrund der extremen Meinungsdifferenzen nicht einigen werden. Anleger warten nun auf die Veröffentlichung des Monatsberichts des US-Arbeitsministeriums (Freitag). Diese sollen zeigen, ob die US-Wirtschaft robust genug bleibt, damit die US-Notenbank ihre Geldpolitik unverändert lassen kann. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll die Arbeitslosenrate bei 4,3 Prozent verharren und die Zahl neu geschaffener Stellen von 178.000 auf 60.000 gesunken sein.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 87,70 auf 4.656,20 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Zweiter Verlusttag in Folge

Der Ölpreis gab im frühen Mittwochshandel den zweiten Tag in Folge nach. Hintergrund sind Erwartungen, dass die bislang blockierten Lieferungen aus der wichtigen Förderregion im Nahen Osten wieder anlaufen könnten, nachdem US-Präsident Donald Trump Hoffnung auf ein Friedensabkommen zur Beendigung des Kriegs mit dem Iran gemacht hat. Mit dem Schließen der Straße von Hormus sind die weltweiten Lagerbestände stark gesunken, da Raffinerien versuchen, die Produktionsausfälle auszugleichen. Am Dienstagabend meldete das American Petroleum Institute bei Rohöl (minus 8,1 Millionen Barrel) bereits den dritten Lagerrückgang in Folge. Auch die Bestände an Benzin (minus 6,1 Millionen Barrel) und Destillaten (minus 4,6 Millionen Barrel) sanken.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit rückläufigen Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,05 auf 100,62 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,70 auf 108,17 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.at

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