13.05.2008 10:59:39
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FT Navigator 40 bester defensiver Dachfonds
München (aktiencheck.de AG) - Der FT Navigator 40 (ISIN DE0009770354/ WKN 977035) von Frankfurt Trust war 2007 der beste defensive Dachfonds über einen Zeitraum von drei Jahren, für diese Leistung wurde er mit dem €uro-FundAward belohnt, so die Experten von "Euro fondsxpress".
Dachfondsanleger und -manager könnten aufatmen: Das Gerücht, Dachfonds könnten ihr Steuerprivileg von 2009 an verlieren, habe sich als haltlos erwiesen. Die Fondsmanager könnten also auch nach dem 31. Dezember ihr Portfolio umschichten, ohne dass Abgeltungsteuer fällig werde. Damit würden Dachfonds beim Austausch ihrer Zielfonds flexibel bleiben.
Diese Entwicklung freue auch Frank Termathe. Er manage die Navigator-Dachfondspalette von Frankfurt Trust. Besonders erfolgreich in seiner Vergleichsgruppe sei im vergangenen Jahr der FT Navigator 40 gewesen. Er setze zu einem überwiegenden Teil auf Rentenfonds und habe in der Vergleichsgruppe der defensiven Dachfonds die beste Performance auf Sicht von drei Jahren erzielt.
"Die Zahl 40 steht für den maximal zulässigen Anteil an Aktienfonds", erkläre Termathe die Namensgebung. "Damit eignet sich der Fonds für eher konservative Anleger und ist konzipiert für einen mittelfristigen Anlagehorizont", habe er gesagt. Eine Untergrenze für den Aktienfondsanteil gebe es auch: Ein Fünftel des Fondsvolumens müsse mindestens in Dividendenpapieren angelegt sein.
"Die Entscheidung, wie hoch der Aktienfondsanteil sein soll, beruht auf drei Säulen", erläutere Termathe. Zunächst werfe der Manager einen Blick auf die fundamentalen Daten, wie zum Beispiel die Gewinnentwicklung der Unternehmen. "Bei dieser strategischen Allokation fragen wir uns ganz generell: Wie sehen wir die Zukunft des Aktienmarktes?"
Bei der zweiten Säule komme die Markttechnik zum Zuge. "Bei dieser taktischen Allokation achten wir in erster Linie auf antizyklische Indikatoren", habe Termathe gesagt. Das heiße, der Manager erhöhe den Aktienanteil nicht weiter, sobald bestimmte Kennziffern ein übertriebenes Kaufverhalten der übrigen Marktteilnehmer anzeigen würden. Genauso senke der Manager den Aktienanteil nicht weiter, wenn es Anzeichen für eine Verkaufshysterie gebe.
"Als drittes richten wir unser Augenmerk auf so genannte Katalysatoren", erzähle der Manager. Darunter verstehe er Marktsituationen, bei denen besondere Kapitalflüsse entstünden. "Das betrifft zum Beispiel Engagements in Arabien. Fonds, denen es gelungen ist, früh genug in diese boomende Region zu investieren, profitieren davon, dass mehr und mehr Investoren hinzukommen", erkläre er.
Auffällig sei Termathes Vorliebe für ETFs. "Diese passiven Indexfonds sind derzeit attraktiv, weil sich die Märkte im Zuge der Finanzkrise sehr irrational verhalten", habe er gesagt. "So fallen einige aktive Manager mit ihren Wetten auf die Nase, obwohl sie eine gute Idee hatten." Mit den ETFs folge er einfach dem jeweiligen Index und halte die Kosten gering. Er schließe indes nicht aus, in Zukunft wieder mehr auf aktiv gemanagte Produkte zu setzen.
Der FT Navigator 40 zählt zu den besten defensiven Dachfonds, so die Experten von "Euro fondsxpress". Risikoscheue Anleger seien bei ihm gut aufgehoben. (Ausgabe 19/2008 vom 09.05.2008) (13.05.2008/fc/a/f)
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