11.11.2025 13:41:00

Ungarn will Banken noch stärker zur Kasse bitten

Die Banken-Sondersteuer soll 2026 in Ungarn von den bisher geplanten 180 auf 360 Mrd. Forint (knapp 939 Mio. Euro) verdoppelt werden. Das hat Ungarns Wirtschaftsminister M�rton Nagy angekündigt. Aufgrund der angesichts der Parlamentswahlen 2026 zugesagten Wahlversprechen werde die Regierung die bisherigen Defizitziele aufgeben und rechne für 2025 und 2026 mit einem Haushaltsdefizit von 5 Prozent, zitierte das Onlineportal "Telex.hu".

Einfrieren der Reserven

Laut Vorschlag des Ministers gibt es zwei wichtige Schritte zur Stabilisierung des Haushaltes und Eindämmung des Defizits: Neben der Erhöhung der Bankensteuer sollen durch das Einfrieren der staatlichen Budgetreserve für unvorhergesehene Ausgaben zusätzlich 192 Mrd. Forint generiert werden.

Steuererleichterungen bei Staatsanleihen

Der noch nicht beschlossene Plan sieht vor, die Banksteuersätze von 8 auf 10 Prozent für Gewinne bis zu 20 Mrd. Forint und von 20 auf 30 Prozent für darüber hinausgehende Gewinne anzuheben. Gleichzeitig soll die Steuererleichterung für den Kauf von Staatsanleihen von 50 auf 30 Prozent reduziert werden.

haf/ivn/bel

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