05.11.2015 15:00:45

Seit Januar mehr als 758.000 Flüchtlinge in Deutschland registriert

   BERLIN (AFP)--Die Zahl der neu registrierten Flüchtlinge ist im Oktober auf rund 181.000 gestiegen - das sind rund 17.000 mehr als im September. Damit verzeichneten die Behörden in den ersten zehn Monaten des Jahres insgesamt gut 758.000 Flüchtlinge, wie das Bundesinnenministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte. Offiziell rechnet die Bundesregierung bislang im Gesamtjahr mit 800.000 Flüchtlingen.

   Unter den seit Jahresbeginn registrierten Flüchtlingen stellten Menschen aus Syrien mit fast 244.000 Schutzsuchenden die bei weitem größte Gruppe. Die weiteren Hauptherkunftsländer der Flüchtlinge waren Albanien, Afghanistan, der Irak und Kosovo.

   Das Innenministerium verwies darauf, dass die aktuellen Zahlen wegen möglicher Fehl- und Doppelerfassung von Flüchtlingen nicht exakt seien. Sie stammen aus dem so genannten Easy-System, mit dem Behörden die neu eingereisten Flüchtlinge auf die Bundesländer verteilen. Die Erfassung erfolgt, bevor die Flüchtlinge ihren Asylantrag stellen - etwa bei der Einreise an der Grenze.

   Entsprechend niedriger lag die Zahl der im Oktober gestellten Asylanträge: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) verzeichnete im vergangenen Monat knapp 54.900 Anträge von Asylsuchenden - fast 160 Prozent mehr als vor einem Jahr und gut 27 Prozent mehr als im September. Mehr als jeder zweite Antragsteller im vergangenen Monat kam aus Syrien. Von Januar bis Oktober beantragten gut 362.000 Menschen in Deutschland Asyl - das waren fast 130 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

   Dem Innenministerium zufolge traf das Bamf in den ersten zehn Monaten dieses Jahres gut 205.000 Entscheidungen über Asylanträge, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Knapp 40 Prozent der Antragsteller wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention zuerkannt, fast 38 Prozent der Anträge lehnte das Bamf ab. Gut 20 Prozent der Asylanträge wurden anderweitig erledigt, beispielsweise durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrags.

   Allein im Oktober befand das Bundesamt über knapp 31.600 Anträge von Asylsuchenden. In jedem zweiten Fall wurde dem Antragssteller die Rechtsstellung eines Flüchtlings zugebilligt, ein gutes Drittel der Anträge wurde abgelehnt.

   DJG/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   November 05, 2015 08:30 ET (13:30 GMT)- - 08 30 AM EST 11-05-15

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