04.02.2015 12:56:48
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ROUNDUP: Gea Group 2014 profitabel wie nie - Aufschlag bei Dividende
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Maschinen- und Anlagenbauer GEA Group hat auf seinem Weg zu einem rentableren Geschäft 2014 einen großen Schritt nach vorn gemacht. Vor Zinsen und Steuern blieb diesmal 11,4 Prozent des Umsatzes als Gewinn (bereinigte Ebit-Marge) hängen. Das war ein neuer Rekordwert, wie der Konzern am Mittwoch zusammen mit weiteren vorläufigen Zahlen mitteilte.
Positiv wirkten sich dabei Einsparungen und eine rege Nachfrage aus der Lebensmittelindustrie etwa in den USA aus. Hinzu kam das Wachstum im besonders rentablen Servicegeschäft. Die Aktionäre sollen mit einer um 10 Cent auf 70 Cent erhöhten Dividende an dem Erfolg teilhaben. Für 2015 gibt es noch einige Unsicherheiten, insgesamt überwiegt bei dem Düsseldorfer Konzern aber der Optimismus. Die Aktie legte bis zur Mittagszeit um 1,2 Prozent auf 41,015 Euro zu, nachdem sie am Vormittag kurzzeitig mit plus 2,32 Prozent ein Rekordhoch erreicht hatte.
Die Ukraine-Krise und die daraus folgenden Sanktionen gegen Russland spüre Gea indirekt, sagte Vorstandschef Jürg Oleas. In Ländern Osteuropas wie Polen, die stark mit der russischen Wirtschaft verbunden sind, zeigten sich Kunden vorsichtig. Die dortigen Firmen ließen angesichts des kräftigen Abschwungs im für sie wichtigen russischen Markt bei ihren Investitionen Vorsicht walten. In den für Gea relevanteren Märkten läuft es für das Unternehmen aber weiterhin rund.
Besonders im Geschäft mit Landwirten, die bei den Düsseldorfern Melkanlagen und Stallausrüstungen kaufen, konnte Gea punkten und die Marge kräftig ausbauen. Gerade in den USA, wo riesige Farmen stehen, ist das Unternehmen stark im Geschäft. Insgesamt sind die USA das Kundenland Nummer eins, dahinter folgen Deutschland und China.
"Wir sehen einen nach wie vor positiven Grundtenor in unseren Märkten", sagte Finanzchef Helmut Schmale mit Blick auf die Auftragseingänge. Bremsspuren seien derzeit nicht zu erkennen, und dies trotz der unsicheren Lage im Ukraine-Konflikt und offener Fragen rund um die Zukunft Griechenlands. Der Geschäftsverlauf im Januar stimme den Vorstand sehr positiv, auch wenn etwas Unsicherheit bleibe. Gea erzielt gut drei Viertel seines Umsatzes mit der Lebensmittelindustrie, etwa mit Kühl- und Produktionsanlagen und spürt dank einer wachsenden Weltbevölkerung deswegen weniger Schwankungen.
Im vergangenen Jahr legte der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wie von Analysten erwartet um 11,4 Prozent auf rund 591 Millionen Euro zu. Der Gewinn unter dem Strich sei um knapp zehn Prozent auf rund 305 Millionen Euro geschrumpft, sagte Schmale. Allerdings schlugen hier vor allem Einmaleffekte zu Buche. So hatte im Vorjahr noch das inzwischen verkaufte Segment der Wärmetauscher zum Gewinn beigetragen.
Gea steckt mitten in einer Umbauphase. Dabei sollen die vier Konzernsparten auf zwei reduziert werden. Um Kosten in der Verwaltung zu sparen, fallen rund 1000 Stellen weg. Ab dem Jahr 2020 will Gea auf diese Weise jährlich 100 Millionen Euro einsparen.
Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand mit einem "moderaten Umsatzwachstum". Beim operativem Ebitda liegt die Ziel-Spanne zwischen 580 und 620 Millionen Euro, könnte also auch unter dem Wert von 2014 herauskommen. Dabei sind die Einsparungen aus dem laufenden Umbau noch nicht berücksichtigt. Der Vorstand will die Prognose daher im Mai aktualisieren. Für die Zeit bis 2020 hatte sich der Konzern im Oktober bereits konkrete Ziele gesetzt.
Wie bereits bekannt legte der Umsatz im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro zu. Der für Maschinenbauer wichtige Auftragseingang schrumpfte um 2,3 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Einige fehlende Großaufträge hätten hier den Ausschlag gegeben, sagte Schmale. Trotzdem lag der Auftragsbestand zum Jahresende leicht über dem des Vorjahres. Die vollständige Bilanz will Gea am 9. März veröffentlichen./stb/stw/jha/
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