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14.05.2018 16:02:45

MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Euro kratzt an 1,20-Dollar-Marke

Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte verringern nach einem etwas festeren Start an der Wall Street ihre Verluste ein wenig. Der sich in Richtung 1,20 Dollar weiter erholende Euro drückt etwas auf die Stimmung. Falkenhaft interpretierte Kommentare des französischen Notenbankchefs Villeroy de Galhau stützen den Euro und belasten die Anleihenkurse. Die jüngste Verlangsamung der Inflation in der Eurozone sei "eindeutig vorübergehend", und die Zentralbank werde den Ausstieg aus der quantitativen Lockerung nicht verzögern, um den Staaten in der Eurozone bei der Bewältigung ihrer Schuldenprobleme zu helfen, sagte Galhau.

Der DAX verliert 0,3 Prozent auf 12.956 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,2 Prozent auf 3.557 Punkten nach unten. Die Luft werde dünner, die globalen geopolitischen Risiken blieben und wegen der zuletzt eher schwächeren Konjunkturindikatoren seien die Märkte anfällig für Rückschläge, meint ein Händler mit Blick auf die Gewinnstrecke von zuletzt sieben aufeinander folgenden Wochen beim DAX.

Die politische Entwicklung in Italien sorgt aktuell für keine merkliche Sonderbewegung in Mailand. Wie sich bereits in der Vorwoche abzeichnete, haben die Parteichefs der rechtsextremen Lega Nord und der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) Staatschef Sergio Mattarella laut italienischen Medien über den erfolgreichen Ausgang ihrer Gespräche informiert. Am italienischen Anleihemarkt bleibt es ruhig, an der Mailänder Börse gibt der Index um 0,3 Prozent nach.

Bei Nokia und Ericsson werden erhoffte Marktanteile ausgepreist

Die sich abzeichnende Rettung des chinesischen Netzwerkausstatters ZTE drückt auf die Kurse von Nokia und Ericsson. "Der Markt hat auf höhere Marktanteile von Nokia und Ericsson wegen der US-Sanktionen gegen ZTE gesetzt", erläutert ein Marktteilnehmer. Nun werden die Sanktionen aber nach einer Intervention von US-Präsident Donald Trump vermutlich wieder aufgeweicht. ZTE ist die globale Nummer vier im Bereich Netzwerkausrüstung hinter Huawei, Ericsson und Nokia. Nokia fallen um 2,5 und Ericsson um 1,5 Prozent.

Die Chinesen sind derweil in Europa weiter auf Einkaufstour. Der Energieversorger China Three Gorges (CTG) will die restlichen Anteile am portugiesischen Versorger Energias de Portugal (EDP) kaufen. Die EDP-Aktie legt um 10,1 Prozent auf 3,42 Euro zu.

Für ABN Amro geht es um 6,5 Prozent nach unten nach der Präsentation von Geschäftszahlen. Die Analysten der UBS bemängeln die überraschend hoch ausgefallene Risikovorsorge. Sie stehe damit auch im Widerspruch zu den Trends bei anderen europäischen Banken. Damit stelle sich die Frage nach der Qualität der Zahlen der niederländischen Bank.

Strategische Allianz befeuert Medigene

Medigene hat die Erweiterung einer strategischen Allianz mit bluebird bio bei der Krebs-Immuntherapie bekannt gegeben. Das Biotechnologieunternehmen wird eine zusätzliche Einmalzahlung in Höhe von 8 Millionen US-Dollar erhalten. Für die Aktie geht es um 8,6 Prozent nach oben. Nach einer durchwachsenen Saison hat Borussia Dortmund es doch noch knapp in die Champions League geschafft und kann damit erneut mit hohen Einnahmen kalkulieren. Die Aktie legt um 4,1 Prozent zu.

Nach einer schwachen Eröffnung haben K+S ins Plus gedreht und liegen nun 3,4 Prozent vorne. "Die Zahlen sind abgehakt", meint ein Marktteilnehmer. Der Markt habe mit vergleichsweise schwachen Zahlen gerechnet. Nun stehe der bestätigte Ausblick im Vordergrund, K+S sieht sich auf Wachstumskurs. Bauer steigen trotz schwächerer Zahlen um 2,8 Prozent. Die Analysten von Warburg hebe allerdings auch positive Aspekte hervor: so habe sich der operative Cashflow auf minus 24,2 Millionen Euro von minus 38,2 Millionen trotz der geringeren Erlöse verbessert.

Für Elringklinger geht es nach der Zahlenvorlage 3,8 Prozent nach unten. Die operative Leistung sieht laut den Analysten von Kepler auf den zweiten Blick enttäuschend aus. Elringklinger habe "extrem schwache Geschäftszahlen" zum ersten Quartal präsentiert, heißt es von Equinet. Das bereinigte operative Ergebnis sei um 56 Prozent zurückgegangen, die Abweichung zur Markterwartung liege damit bei nahezu 50 Prozent.

Hellofresh gewinnen dagegen 6,9 Prozent. Das Unternehmen hat den Umsatzausblick nach oben genommen und rechnet nun mit einem Plus von 30 bis 35 Prozent statt 25 bis 30. Nach den Zahlen wächst die Hoffnung auf eine Bodenbildung bei der Aumann-Aktie. Hier sticht der Auftragseingang heraus: Aumann spricht mit Blick auf den Anstieg um 51 Prozent von einer "weiterhin dynamischen Auftragsentwicklung". Aumann gewinnen 2,5 Prozent.

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.559,31 -0,17 -6,21 1,58

Stoxx-50 3.131,73 -0,02 -0,73 -1,45

DAX 12.963,09 -0,29 -38,15 0,35

MDAX 26.583,30 -0,44 -116,56 1,46

TecDAX 2.769,37 -0,36 -10,13 9,50

SDAX 12.510,99 -0,47 -58,64 5,25

FTSE 7.701,25 -0,30 -23,30 -0,29

CAC 5.531,42 -0,19 -10,51 4,12

Bund-Future 158,20 -0,72 -0,64

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8.25 Uhr Fr, 17.17 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1988 +0,34% 1,1965 1,1939 -0,2%

EUR/JPY 131,34 +0,55% 130,88 130,62 -2,9%

EUR/CHF 1,1947 +0,00% 1,1959 1,1944 +2,0%

EUR/GBP 0,8817 -0,06% 0,8824 1,1338 -0,8%

USD/JPY 109,55 +0,23% 109,37 109,40 -2,7%

GBP/USD 1,3598 +0,41% 1,3560 1,3537 +0,6%

Bitcoin

BTC/USD 8.458,51 -3,2% 8.409,84 8.648,61 -38,1%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut

Deutschland 2 Jahre -0,57 -0,59 0,05

Deutschland 10 Jahre 0,61 0,56 0,18

USA 2 Jahre 2,55 2,53 0,66

USA 10 Jahre 2,99 2,97 0,58

Japan 2 Jahre -0,14 -0,14 0,00

Japan 10 Jahre 0,05 0,04 0,00

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 71,02 70,70 +0,5% 0,32 +18,3%

Brent/ICE 77,43 77,12 +0,4% 0,31 +18,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.319,98 1.318,35 +0,1% +1,63 +1,3%

Silber (Spot) 16,65 16,66 -0,1% -0,02 -1,7%

Platin (Spot) 921,25 922,60 -0,1% -1,35 -0,9%

Kupfer-Future 3,09 3,10 -0,4% -0,01 -7,0%

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/gos

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(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

May 14, 2018 10:03 ET (14:03 GMT)

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ABN Amro 18,38 0,68% ABN Amro
Aumann AG 10,50 -0,57% Aumann AG
BVB (Borussia Dortmund) 3,25 0,15% BVB (Borussia Dortmund)
EDP-Energias de Portugal SAShs American Deposit Receipts Repr 10 Shs 30,80 0,65% EDP-Energias de Portugal SAShs American Deposit Receipts Repr 10 Shs
ElringKlinger AG 4,23 0,12% ElringKlinger AG
Ericsson (Telefon AB L.M.Ericsson) (B) 7,87 -0,78% Ericsson (Telefon AB L.M.Ericsson) (B)
Grupo EDP S.A. (Electricidade de Portugal S.A.) 2,98 -5,88% Grupo EDP S.A. (Electricidade de Portugal S.A.)
HelloFresh 12,04 1,01% HelloFresh
K+S AG 13,28 0,80% K+S AG
Nokia Oyj (Nokia Corp.) 4,73 0,40% Nokia Oyj (Nokia Corp.)
Nokia Oyj (Nokia Corp.) (Spons. ADRS) 4,68 0,43% Nokia Oyj (Nokia Corp.) (Spons. ADRS)
Telefon AB L.M.Ericsson (A) 7,87 -0,88% Telefon AB L.M.Ericsson (A)
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