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Geändert am: 09.09.2026 22:03:29

Weiter steigende Ölpreise: ATX beendet Handel in Rot -- DAX rutscht letztlich ab -- Wall Street schliesst leichter -- Schlussendlich Zurückhaltung an Asiens Börsen

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt notierte zur Wochenmitte im Minus.

Der ATX bewegte sich am Mittwoch bereits im frühen Handel auf rotem Terrain und rutschte im Verlauf weiter ab. Zum Handelsende konnte er seine Verluste jedoch wieder etwas eingrenzen und notierte schlussendlich 0,66 Prozent tiefer bei 6.859,91 Punkten.

Unverändert lasteten die sehr hohen Rohölpreise auf der Stimmung der Aktienanleger. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent überschritt die Marke von 100 US-Dollar. Dadurch wurden die Sorgen vor einer weiter anziehenden Inflation gestärkt.

Heute standen keine wichtigen Datenveröffentlichungen oder Ereignisse auf dem Programm, schrieben die Helaba-Analysten in ihrem Tagesausblick. Erst am Donnerstag werde es mit der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank interessant. Marktteilnehmer rechnen fest mit einer Leitzinserhöhung. Auch die Experten von der Helaba gehen von einer Anhebung um 25 Basispunkte aus, da sich in letzter Zeit viele EZB Vertreter in diese Richtung geäußert haben. Es wird befürchtet, dass die Inflation bei dem aktuellen Leitzinsniveau nicht auf das angestrebte Ziel zurückkehren wird, hieß es weiter.

Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene eine sehr dünne Meldungslage vor.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Mittwoch deutlich schwächer.

Der DAX eröffnete die Sitzung mit moderaten Verlusten und rutschte im Verlauf tiefer ins Minus. Er ging 1,66 Prozent schwächer bei 25.576,45 Punkten aus der Sitzung.

Der weiter steigende Ölpreis hat zur Wochenmitte die Kurse im deutschen Aktienhandel belastet. Die Marktteilnehmer haben sich aber auch mit Blick auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zurückgehalten, hieß es. Erwartet wird die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr.

Der erneute Anstieg der Ölpreise

WALL STREET

An der Wall Street ging es am Mittwoch nach unten.

Der Dow Jones startete etwas schwächer und hat auch anschließend abgegeben. Zum Handelsende notierte er 0,77 Prozent leichter bei 52.381,08 Punkten.
Der technologielastige NASDAQ Composite eröffnete ebenfalls mit einem Minus und verweilte auch weiterhin auf rotem Terrain. Er ging 0,64 Prozent tiefer bei 26.253,34 Zählern aus dem Handel.

Die US-Börsen bewegten sich zur Wochenmitte erneut im Minus, nachdem bereits der Dienstag Verluste gebracht hatte. Belastet wurde die Stimmung durch die anhaltend hohen Ölpreise, die bei Anlegern die Sorge vor anziehender Inflation und in der Folge vor steigenden Zinsen schüren. Grund für den Preisanstieg sind neue wechselseitige Angriffe am Persischen Golf. Die Nordseesorte Brent kletterte dadurch erstmals seit Juli wieder über die Marke von 100 US-Dollar je Barrel.

Joachim Klement von Panmure Liberum sieht durch die Ölpreise von 100 Dollar den Inflationsdruck wieder verstärkt in den Fokus rücken. Da die Fed derzeit keine klare Orientierung für die kommende Geldpolitik gebe, gewönnen dadurch die EZB-Entscheidung sowie die Aussagen von Christine Lagarde am Donnerstag zusätzlich an Gewicht.

ASIEN

Uneinheitlich ging es am Mittwoch an den Aktienmärkten in Asien zu.

Der Nikkei 225 notierte letztlich marginale 0,19 Prozent im Minus bei 65.142,78 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite 0,28 Prozent auf 3.951,51 Zähler.

In Hongkong gab der Hang Seng 0,17 Prozent auf 25.274,96 Einheiten nach.

Die weiter steigenden Ölpreise trugen stark mit dazu bei, dass sich die Börsianer mit Käufen nicht weiter aus dem Fenster wagten. Teheran warnte Besatzungen von Tankern in der Nähe von Kais in Kuwait und Bahrain, ihre Schiffe zu verlassen, und drohte mit weiteren Angriffen auf die Energieinfrastruktur am Golf. Hohe Ölpreise gelten als Inflationstreiber und nähren damit Spekulationen über Zinserhöhungen.

Die Blicke vieler Akteure sind daher bereits auf den Donnerstag, insbesondere aber den Freitag gerichtet. Dann werden in den USA neue Inflationsdaten veröffentlicht, am Freitag die Verbraucherpreise. Für das Zinstreffen der US-Notenbank in der kommenden Woche wird weiter eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60 Prozent für eine Erhöhung um 25 Basispunkte eingepreist.

Die Verbraucher- und Erzeugerpreise in China sind unterdessen im August leicht gestiegen, angetrieben von höheren Energiepreisen. Zugleich fielen sie aber fast genau wie erwartet aus, weswegen sie kaum Impulse entfachen.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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09.09.26 Aerovironment IncShs / Quartalszahlen
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Rohstoffe in diesem Artikel

Aluminiumpreis 3 068,60 -44,40 -1,43
Baumwolle 0,81 0,05 6,04
Bleipreis 1 832,85 -11,55 -0,63
Dieselpreis Benzin 2,26 0,02 0,85
EEX Strompreis Phelix DE 148,51 4,01 2,78
Erdgaspreis - Natural Gas 3,13 -0,04 -1,20
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 193,37 58,44 1,41
Haferpreis 4,40 0,06 1,38
Heizölpreis 126,54 -2,38 -1,84
Holzpreis 518,50 1,00 0,19
Kaffeepreis 2,89 -0,04 -1,25
Kakaopreis 4 233,00 59,00 1,41
Kohlepreis 143,05 -1,50 -1,04
Kupferpreis 14 526,00 17,15 0,12
Lebendrindpreis 2,22 0,12
Mageres Schwein Preis 0,76 -0,01 -1,43
Maispreis 5,03 0,03 0,50
Mastrindpreis 3,38 -0,04
Milchpreis 14,98 -0,04 -0,27
Naphthapreis (European) 898,62 31,45 3,63
Nickelpreis 15 414,00 -226,00 -1,45
Orangensaftpreis 1,50 0,03 2,32
Palladiumpreis 1 166,50 40,00 3,55
Palmölpreis 4 457,00 147,00 3,41
Platinpreis 1 696,00 58,00 3,54
Rapspreis 513,75 8,00 1,58
Reispreis 16,80 -0,06 -0,33
Silberpreis 60,44 1,06 1,79
Sojabohnenmehlpreis 366,00 5,30 1,47
Sojabohnenpreis 12,95 0,08 0,58
Sojabohnenölpreis 0,68 -0,01
Super Benzin 2,15 0,01 0,61
Weizenpreis 244,25 0,25 0,10
Zinkpreis 3 780,85 28,85 0,77
Zinnpreis 52 999,00 -952,00 -1,76
Zuckerpreis 0,20 0,10
Ölpreis (Brent) 103,28 -1,00 -0,96
Ölpreis (WTI) 90,55 -0,94 -1,03

Indizes in diesem Artikel

DAX 24 994,66 0,76%
Dow Jones 51 231,64 0,10%
NASDAQ Comp. 27 193,34 -1,25%
S&P 500 7 765,36 -0,47%
NIKKEI 225 69 030,92 -0,02%
Hang Seng 23 785,79 -1,43%
ATX 6 568,70 0,12%
Shanghai Composite 3 811,90 -0,79%